Spezialveranstaltungen 2017

 


Vergangene Spezialveranstaltungen

 

Samstag, 10. Juni 2017, 18 - 24 Uhr

Klang und Kunst im Kreuzgarten. Lange Nacht der Bodenseegärten in der Kartause Ittingen

Blühende Fantasien in Literatur, Klang und Kunst

2017 mit Angela Pina Ganzoni am Akkordeon, musikalischen Text- und Klangimprovisationen von Andreas Stahel und Hans Gysi auf der Hauptbühne im grossen Kreuzgarten, einer Performance von Felix Leon Westner und Bernhard Rappold in Olaf Nicolais transparenter "Baraque de Chantier" sowie einer poetischen Lichtinstallation von Zilla Leutenegger im kleinen Kreuzgarten.

Den Abend begleitend: Gartenzauber und Exkursionen in den Museen, Vollmondaufgang und ein Thymianlabyrinth im Kerzenlicht, Grilladengenuss und frische Kräutersträusse.

Das detaillierte Programm finden Sie hier:

Lange Nacht Bodenseegärten Programm  [PDF]

Durch die Gärten der Kartause Ittingen zu flanieren ist ein einzigartiges Erlebnis: 1000 Rosenstöcke in den Gärten und entlang der Mauern verwandeln die historische Anlage jeden Frühsommer in einen Blütentraum. Kräutergärten mit einer Bepflanzung wie zur Zeit der Mönche geben eine Vorstellung vom Gebrauch der Heilpflanzen im Mittelalter und ein Spaziergang durch die vielfältigen Nutzgärten, wo Teekräuter und Duftrosen kultiviert werden, wird zum Erlebnis für alle Sinne. Während der Langen Nacht der Bodenseegärten verwandelt sich der Ort zur Bühne für ein stimmungsvolles Kulturprogramm, in dessen Verlauf Künstlerinnen und Künstler Flora und Fauna in mannigfaltiger Art und Weise thematisieren.

Eintritt: freiwilliger Unkostenbeitrag durch Erwerb des Lange-Nacht-Buttons für CHF 10,-

Bei schlechter Witterung findet die Veranstaltung im Museum statt.

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25. Juni 2017:

40-Jahr-Jubiläumsfest der Stiftung Kartause Ittingen

Details auf www.kartause.ch

 

 

     

Sonntag, 21. Mai 2017

Eröffnung der Installation LOOP  von Bildstein | Glatz auf der Wiese vor dem Westtor zur Kartause Ittingen um 11.30 Uhr

Internationaler Museumstag

Der Internationale Museumstag bietet Gelegenheit, aus verschiedenen Programmpunkten vor Ort eine Auswahl zu treffen. Wer das volle Programm wählt, ist dabei, wenn das Kunstwerk LOOP von Bildstein | Glatz eingeweiht wird, entspannt sich beim Kräuterfussbad im Kreuzgarten, erfährt mehr über die Gärten der Kartause, malt oder zeichnet im Atelier oder mischt das eigene Kräutersalz.


Die Museumstüren sind für Klein und Gross weit geöffnet!
Eintritt: frei

 

 

Klanginstallation „Balgerei“ von Urban Maeder und Peter Allamand

2. November bis 8. November 2016

Für eine Woche ist die Klanginstallation „Balgerei“ von Urban Maeder und Peter Allamand im Unteren Keller der Kartause Ittingen zu Gast. Die Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Im Rausch. Zwischen Höhenflug und Absturz“ startet am 1. November um 18 Uhr mit Hans Hassler, dem Schweizer «Godfather» des freien Volks- und Jazzakkordeons. Er wird die Klanginstallation mit dem Akkordeon begleiten. Am letzten Tag der Klanginstallation, dem 8. November finden um 18 Uhr Künstlergespräche in der Ausstellung „Im Rausch“ statt.

Der Rausch ruft die eigenartigsten Bild- und Klangwelten hervor. Begleitend zur Ausstellung über den Rausch im Kunstmuseum Thurgau ist für eine Woche die Klanginstallation „Balgerei“ von Urban Mäder und Peter Allamand im ehemaligen Weinkeller zu sehen. 8 Akkordeons, 8 Staubsauger - wie eine surreale Assemblage wirken die Objekte, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten, im grossen Kellergwölbe der Kartause Ittingen. Die verlassenen Akkordeons wirken rätselhaft, die gefalteten Balge atmen stoisch durch. Die Staubsauger pumpen wie Beatmungsmaschinen Luft in die Instrumente. Die Pragmatik der Haushaltsgeräte, ihre Hartplatik-Panzer und ihre surrenden Geräuschemissionen treffen auf die Sinnlichkeit der Akkordeons und ihre heiter-melancholischen Klangwelten. Eine dadaistische Klangorgie setzt sich in Gang…

Zur Vernissage am 1. November um 18 Uhr wird der Akkordeonist Hans Hassler die Klanginstallation begleiten. Hans Hassler gilt nicht nur als Schweizer «Godfather» des freien Volks- und Jazzakkordeons, sondern wird als Gesamtkunstwerk bezeichnet.

Die Klanginstallation „Balgerei“ wird bis einschliesslich 8. November 2016 im Unteren Keller zu sehen sein. Sie ist als Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Im Rausch. Zwischen Höhenflug und Absturz“ im grossen Keller pausenlos zu den Museumsöffnungszeiten in Betrieb (Montag bis Freitag: 14-17 Uhr. Samstag, Sonntag 11-17 Uhr).

Am letzten Abend der Klanginstallation, am Dienstag, 8. November um 18 Uhr finden Künstlergespräche in der Ausstellung „Im Rausch“ – mit Ursula Palla, Ueli Alder und Annelies Strba – statt, sodass an diesem Abend zugleich Ausstellung, Künstlergespräch und Installation besucht werden können.

Am Dienstag, 1. November bleiben die Ausstellungen durchgehend bis zur Vernissage um 18 Uhr geöffnet.


 

 

 

 

 

 

 

 

Urban Mäder/Peter Allamand: Balgerei, Klanginstallation,?Detail Installationsansicht Luzern?2015

 

 
       
   

Internationaler Museumstag 2016. Einweihung der neuen Atelierklause
⇒ Sonntag, 22. Mai 2016, 11 - 18 Uhr

     
 

Ein Museum ohne Raum für eine aktive, kreative Auseinandersetzung mit den gezeigten Objekten ist heute kaum mehr denkbar. Mit der Einweihung einer neuen Atelierklause machen die Museen in der Kartause Ittingen einen wichtigen, grossen Schritt hin zu einer attraktiven und zeitgemässen Vermittlungsarbeit. Regierungsrätin Monika Knill wird am Internationale Museumstag 2016, am Sonntag, den 22. Mai das Band durchschneiden.

Die Museen in der Kartause Ittingen bieten schon seit bald 30 Jahren Workshops für Kinder an. Was in den Anfängen in einem Luftschutzkeller eher behelfsmässig begann, hat sich im Verlauf der Jahre an verschiedenen Standorten innerhalb der Museen zu einem hochprofessionellen Vermittlungsangebot weiterentwickelt. Nach einer temporären Zwischenstation des Ateliers auf der fensterlosen Galerie im Oberen Museumskeller konnte während rund zehn Jahren eine ehemalige Mönchszelle genutzt werden. Im Sommer 2015 kündigte die Stiftung Kartause Ittingen Eigenbedarf für diesen Raum an, was einen Entwicklungsschub auslöste, der in die Einrichtung einer neuen Atelierklause mündete.

Die neue Atelierklause liegt mitten im Museum in einem ehemaligen Ausstellungsraum an der Schnittstelle zwischen Ittinger- und Kunstmuseum. Sie ist jederzeit frei zugänglich und lädt ein zu ganz unterschiedlichen Beschäftigungen: malen, zeichnen, basteln, erfinden, schreiben, Künstlerfilme schauen, Kaffee oder Tee trinken, diskutieren oder die kreativen Ergebnisse aus der Vermittlungsarbeit betrachten. Die neue Atelierklause ist multifunktional konzipiert. Sie dient sowohl Schulklassen wie Erwachsenengruppen, Museum-für-Kinder-Workshops und individuelle Museumsgästen, sie beherbergt Schreibwerkstätten und Seminargruppen, externe wie museumsinterne. Zudem ist da eine Handbibliothek zu finden und es sind auch weiterhin kleine Ausstellungen möglich.

Wer den Raum betritt, ist eingeladen den Mantel an der Garderobe zu deponieren und gegen einen Malerkittel auszutauschen, um gleich selber aktiv zu sein. Neu werden Mal- oder Schreibwerkzeuge mit einer Handlungsanweisung bereit liegen mit dem Ziel, alle Neugierigen zu einer aktiven Auseinandersetzung mit Kunst und Geschichte anzuregen. Selbstverständlich besteht kein Zwang zur Aktion und wer mag, kann auch nur ein paar Schritte in den mit Tageslicht durchfluteten Raum hineingehen, um die vielfältigen Angeboten zu begutachten. Da fällt zuerst ein hohes Wandregal auf, gefüllt mit Farbflaschen, Spraydosen, Papier, Karton, Pinseln, Gläsern, Schreibstiften und allerlei Werkmaterialien. Waschbecken, Kaffeemaschine und Wasserkocher gehören ebenso zur Einrichtung, wie ein paar Tische und Hocker. An einer Wand hängen Kostproben aus den Workshops und in einer Leseecke findet sich eine kleine, thematische Ausstellungen, aktuell etwa zu „Blumen und Landschaften“. Eine Handbibliothek mit Publikationen zur Kunst und Geschichte sowie ein Monitor mit Filmen von und über Künstlerinnen und Künstler laden ein zu einer selbständigen Recherche zu den Themen der Museen.

Das Atelier dient hauptsächlich Schulklassen im Rahmen von museumspädagogischen Angeboten. Hinzu kommen die Freizeitkurse für Kinder ab 6 Jahren, die unter dem Label „Museum für Kinder“ jeweils an Mittwochnachmittagen stattfinden. Zunehmend wird das Atelier auch von Seminargruppen, Hochzeits- oder Geburtstagsgesellschaften genutzt, die hier eine unkonventionelle und kreative Begegnung mit der Kunst suchen. Dabei sind die Angebote nicht allein auf eine Auseinandersetzung mit Kunst beschränkt. Wenn hier etwa getrocknete Kräuter im Mörser zerrieben, gemischt und in Gläser abgefüllt werden, dann verwandelt sich das Atelier zur Kräuterküche des Ittinger Museums und ermöglicht eine lebendige Auseinandersetzung mit der Geschichte der Kartause Ittingen. Ab dem 22. Mai wird die Türe zur Atelierklause aber auch als Teil des Museums ständig für alle Besucherinnen und Besucher geöffnet bleiben.

Buntes Programm für Gross und Klein

Die neue Atelierklause wird am Internationalen Museumstag 2016, am Sonntag, 22. Mai eingeweiht. Nachdem die Regierungsrätin Monika Knill um 11 Uhr die Atelierklause eröffnet hat, lädt ein vielfältiges Programm für die ganze Familie ein, die neue Atelierklause würdig in Betrieb zu nehmen. Grosse Papierformate, Pinsel und Farben warten auf kreative Menschen jeden Alters. Wer mag kann mit Mörser, getrockneten Kräutern und Salz sein eigenes Kräutersalzes herstellen, während noch ungewiss ist, wie eine grosse Weltkarte aussehen wird, die, angeregt durch das phantastische „Athosland“ von Michael Golz im Lauf des Tages, Blatt für Blatt entstehen soll. Passend zum Motto des Internationalen Museumstages „mein Lieblingsmuseum“ gibt es ein Wettbewerb über die „Lieblingswerke“ im Museum, welche fotografiert, gezeichnet, collagiert oder beschrieben werden dürfen. Es locken drei attraktive Preise!

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Bühnenstück: "Im Dunkelwasser fischen"
⇒ Freitag, 8. April 2016, 19.15 Uhr

     

Wenn das Bühnenstück “Im Dunkelwasser fischen“ im Frühjahr 2016 auf Tournee geht, stehen Menschen gemeinsam auf der Bühne, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die Schülerin und der Rentner. Die Rollstuhlfahrerin und der Autist. Die Deutsche und der Schweizer. Anderssein darf und soll sich zeigen, das ist die Grundannahme des Projekts. Was die Zuschauer als fertiges Stück auf der Bühne sehen, ist der vorläufige Höhepunkt eines Prozesses, der im Februar 2015 begann.

Ins Leben gerufen wurde das Bühnenprojekt von Performerin und Musikerin Micha Stuhlmann, die das alters-, geschlechts- und fähigkeitsgemischte Ensemble zusammengestellt hat. Ihr Anliegen ist es, Grenzgänger jeglicher Art miteinander in Kontakt zu bringen – jenseits von den Kategorien “anders“ und “normal“. Unterstützt wird sie von Raphael Zürcher (Film), Marc Jenny (Ton) und Ellen Finus (Kostüme).

Beginn: 19.15 Uhr
Eintritt: CHF 24.- / ermässigt CHF 12.-
(Besuch des Museums inbegriffen) Theatertickets können reserviert werden unter sekretariat.kunstmuseum@tg.ch oder 058 345 10 60.

 

 

Videostill zu "Im Dunkelwasser fischen".

 

 
 

Buchvernissage: "Kunst oder was? Bildnerisches Gestalten im Spannungsfeld von Therapie und Kunst"
⇒ Mittwoch, 16. März 2016, 18 Uhr

     
In welchem Moment wird ein Bild zu einem Kunstwerk? Werden Bilder, die in psychiatrischen Kliniken entstehen, wegen ihrer besonderen Emotionalität automatisch zu Kunstwerken? Diese Fragen stehen im Zentrum der Publikation „Kunst oder was?", die am Mittwoch, 16. März 2016, 18 Uhr im Kunstmuseum Thurgau dem Publikum vorgestellt wird.

Ausgangspunkt der Recherche ist eine Auswahl von Bildern und Objekten aus den Archiven der Psychiatrischen Kliniken Münsterlingen und Bellevue, Kreuzlingen, in denen sich rund dreissigtausend Objekte erhalten haben. Die Publikation ist Teil der gleichnamigen Ausstellung, die noch bis zum 16. Mai 2016 im Kunstmuseum Thurgau in der Kartause Ittingen zu sehen ist.

An der Buchvernissage werden die Autorinnen und Autoren in einem Podiumsgespräch ihren Zugriff auf das Thema vorstellen. 

 

Frauenporträt, um 1962. Arbeit aus dem Archiv der ehemaligen Psychiatrischen Klinik Bellevue, Kreuzlingen. Foto: Mirjam Wanner.

 

 
 

Hörspiel-Installation "Radio 1-7 ordnen" in der Kirche der Kartause Ittingen von Blablalabor (Annette Schmucki und Reto Friedmann)
⇒ Samstag, 12. März 2016, 11 - 17 Uhr

     

 Auf den Schöpfungsbericht in Genesis 1,1-2,4a bezugnehmend, wird ein Schöpfungsgeschehen zwischen Tohuwabohu und Ordnung nachgestellt. Dazu nutzt Blablabor eine Stromsparfunktion kleiner UKW-Sender als akustische Zufallsgeneratoren. Gelangt nämlich während etwa 50 Sekunden kein Signal zum Sender, so schaltet sich dieser automatisch aus. Die auf dem Frequenzband belegte Stelle wird in diesem Moment wieder frei. Nicht voraussehbares Rauschen mit Sprach- und Musikanteilen von Radiosendern bricht in das bis dahin wohl geordnete Hörspiel im Kirchenraum ein und dauert so lange an, bis sich der Sender mit einem gesprochenen, gesungenen oder gespielten Wort zurückmeldet.

Die Installation findet anlässlich der Jahresversammlung der „St. Lukasgesellschaft für Kunst und Kirche“ statt und ist für Museumsbesucher zugänglich.

 

 

Annette Schmucki und Reto Friedmann: "Radio 1-7 ordnen", Hörspiel-Installation in der Kirche der Kartause Ittingen.

 

 

Feierabend im Museum: Tanja Kummer liest aus ihrem neusten Buch "sicher ist sicher ist sicher"
⇒ Dienstag, 1. März 2016, 18 Uhr

     

Leben mit Angst: «Sicher ist sicher …», denkt Martina Ortolfi ziemlich oft und schaut, dass immer alle Herdschalter ausgeschalten, Türen abgeschlossen und die Mahlzeiten mit Handschuhen angerichtet sind. Die junge Buchhändlerin, Mutter und Ehefrau möchte alles richtig machen, wären da nur nicht ihre Ängste, die in den letzten vier Tagen vor Weihnachten immer grösser werden.

Tanja Kummer, 1976 in Frauenfeld geboren, lebt in Winterthur. Die Autorin schreibt Geschichten für Kinder und Erwachsene und bloggt auf thurgaukultur.ch. 2014 war sie mit dem Erfolgstitel „Alles Gute aus dem Thurgau" auf grosser Lese-Reise.  

 

 

 

 

     

 

Foto: Stefan Kubli

 

 

ITTINGEN SAGA - Eine Revue durch Geist und Zeit
⇒ Aufführungen vom 18. Februar bis 20. März 2016

     

Anfang 2016 wird die Kartause Ittingen einmal mehr zum Ort einer theatralischen Reise in die Geschichte der ehemaligen Klosteranlage. Unter der Regie von Leopold Huber verführt die Revue mit dem Titel ITTINGEN SAGA zu einem vergnüglichen Taumel in die Vergangenheit, die sich bei genauerem Hinschauen als ein ironischer Zerrspiegel der Gegenwart erweist.

"SAGA" heisst so viel wie "das Gesagte". Deshalb steht bei der ITTINGEN SAGA nicht das Faktische, sondern die Lust am Erzählen und Fabulieren, das Auslegen einer Geschichte mit vielen Irrungen und Wirrungen im Vordergrund. In stetigem Wechselspiel zwischen Rationalen und Irrationalem, Wahrheit und Fiktion, Mythos, Historie und Gleichnis, wird ein (Bilder-)bogen über die vergangenen 900 Jahre gespannt, der die Kartause Ittingen als Ort von permanenter Wandlung und Vorwärtsbewegung erfahren lässt.

Die ITTINGEN SAGA ist eine Ko-Produktion der Stiftung Kartause Ittingen und dem Verein See-Burgtheater.
Ittingen Saga Flyer  [PDF]

 

 

 
 
Aussenseiterkunst. Ein schwieriger Begriff?
⇒ Dienstag, 17. November 2015, 18 Uhr
     

Vortrag aus der Serie "Kunst einfach erklärt" von Markus Landert.

Die Bezeichnung "Aussenseiterkunst" umschreibt eine ganze Kategorie von Kunstwerken, die an den Rändern der Kunstszene wuchert, nämlich in psychiatrischen Kliniken, Behindertenheimen oder Ateliers für Kunsttherapien. Der Begriff ist umstritten. Sind denn nicht alle Künstler durch ihre ausserordentliche Kreativität ihres Denkens Aussenseiter in der Gesellschaft? Und schwingt mit dem Begriff des "Aussenseiters" nicht automatisch eine Abwertung mit? Im Rahmen der Serie "Kunst einfach erklärt" führt der Museumsdirektor Markus Landert in seinem Vortrag im Kunstmuseum Thurgau aus warum die Verwendung des Begriffs dennoch notwendig ist, welche Erkenntnisse er ermöglicht und welche Funktion er im Kunstsystem hat.

Der Vortrag "Aussenseiterkunst. Ein schwieriger Begriff?" ist eingebettet im Rahmenprogramm der Ausstellung "Kunst oder was?".

 

Farbexplosion, 1997. Arbeit aus dem Archiv der Psychiatrischen Klinik Münsterlingen. Foto: Mirjam Wanner.

 

 

Finissage: Abbau des Log Towers / Scheiterturms von Tadashi Kawamata
⇒ Samstag, 17. Oktober 2015

     

In Form des imposanten "Scheiterturms" lagerte die Holzernte des Winters 2012/13 zweieinhalb Jahre vor den Toren der Kartause Ittingen. Der japanische Künstler Tadashi Kawamata hatte die experimentelle Konstruktion gemeinsam mit Kunststudierenden und Mitarbeitern der Museen sowie der Stiftung Kartause Ittingen gebaut. Was Viele für unmöglich erklärten, wurde Wirklichkeit: der knapp neun Meter hohe Turm überstand die Trocknungszeit ohne statische Probleme. Er wurde zum Publikumsliebling und kürzlich mit einem "Prix Lignum" geehrt. Dennoch wird die Skulptur nun abgebaut und verfeuert. Denn zum künstlerischen Konzept gehört die Weiterverarbeitung im üblichen Verwertungskreislauf.

 

Tadashi Kawamata: Scheiterturm / Log Tower.

 

 
Mit Steve Schild auf den Mars: Sternschnuppen-Abend in der Kartause Ittingen 
⇒ Mittwoch, 12. August 2015, ab 19.30 Uhr
     

Die Arbeit "Tears of St. Lawrence" von Olaf Nicolai und die Ausstellung "Das Universum des André Robillard" bieten den Anlass für einen Blick in den Nachthimmel. Dieses Jahr zu Gast im Kunstmuseum Thurgau ist der Thurgauer Steve Schild, der unter den letzten 100 Bewerbern für die Mars-Mission "Mars One" im Jahr 2025 ist.

Der deutsche Konzeptkünstler Olaf Nicolai hat 2005 die Arbeit "Welcome to the Tears of St. Lawrence" geschaffen. Wesentlicher Teil des Werks ist die vom Künstler formulierte Aufforderung, vom 8. bis am 13. August in den Himmel zu schauen, um die sogenannten "Tränen des Laurentius" zu sehen - eine Häufung von Sternschnuppen, die aus dem Sternbild des Perseus herauszufallen scheinen. Zwischen der Arbeit von Nicolai und dem Kunstmuseum Thurgau besteht eine gleichsam natürliche Verbindung, ist der heilige Laurentius doch der Kirchenpatron der Kartause Ittingen. Olaf Nicolais Aufforderung wird im Kunstmuseum Thurgau jeweils durch eine Veranstaltung am Tag des Schauermaximums begleitet.

 

Abendveranstaltung der beiden Museen in der Kartause Ittingen, 2015. Foto: Ulrich Riebe.
 

 

Klang und Kunst im Kreuzgarten: Die lange Nacht der Bodenseegärten in der Kartause Ittingen
⇒ Samstag, 13. Juni 2015, ab 18 Uhr

     

Blühende Fantasien in Literatur, Klang und Kunst stehen im Mittelpunkt der ersten "Langen Nacht der Bodenseegärten" am Samstag, 13. Juni 2015 in der Kartause Ittingen. Das überraschungsvolle Programm in den idyllischen Gärten und den stimmungsvollen Räumen der Museen der Kartause Ittingen bieten Inspiration und Genuss für alle Sinne. Höhepunkte:

- Slam Poetry mit Lara Stoll
- literarische Lesung mit Peter Schweiger
- Klangmagie von Rüdiger Schödel
- Videoprojektionen von Ernst Thoma
- Eine Begehung des Thymianlabyrinths im Kerzenlicht
- Duftexkursionen
- Anne-Marie Blanc als "Gilberte de Courgenay" im Museum 
- kulinarische Kräuterspezialitäten vom eigenen Gutsbetrieb

Programm:  [PDF]

 

Abendveranstaltung im Grossen Kreuzgarten, Kartause Ittingen.

 

 

Feierabend im Museum: Peter Stamm liest aus seinem Buch "Die Vertreibung aus dem Paradies"
⇒ Dienstag, 17. Februar 2015, 18 Uhr

     

Der bekannte Autor Peter Stamm liest im Kunstmuseum Thurgau aus seiner Neuerscheinung "Die Vertreibung aus dem Paradies". Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung "Gartenträume - Traumgärten" im Kunstmuseum Thurgau statt.
Gärten spielen immer wieder eine wichtige Rolle in Schaffen des in Weinfelden aufgewachsenen Autors. Oft bilden sie den Hintergrund für eine Handlung, zuweilen nimmt hier das Schicksal seinen Lauf oder der Garten wird zur Bühne für das dramatische Geschehen. Peter Stamms Lesung im Kunstmuseum Thurgau nimmt seinen Ausgangspunkt in einem sommerlichen, italienischen Garten. Er wird zum Ort der Selbstreflexion und der Rückbesinnung auf die Frage, was das eigene Tun ausmacht. Diese Überlegungen führen zurück in das Paradies seiner Kindheit und Jugend.

 

Foto: Gaby Gerster

 

 

Slow Food, Leistungskühe und Mehlwurmriegel: Podiumsdiskussion zur Nahrungsmittelproduktion in der Schweiz 
⇒ Donnerstag, 12. März 2015, 19 Uhr

     

Wie werden Nahrungsmittel hergestellt? Dieses Thema interessiert die breite Öffentlichkeit mehr denn je. Die Entwicklung der Landwirtschaftsproduktion in der Schweiz steht auch im Fokus einer öffentlichen Podiumsdiskussion am 12. März 2015, um 19 Uhr im Ittinger Museum, Kartause Ittingen. Über Entwicklungen, Massnahmen und Visionen in der Landwirtschaft diskutieren:

- Hansjörg Walter, Nationalrat und ehem. Präsident Schweiz. Bauernverband
- Jürg Maurer, Leiter Agrarpolitik Migros-Genossenschafts-Bund
- Beat Gügler, Leiter Gutsbetrieb Kartause Ittingen

Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Ausstellung "säen und ernten" im Ittinger Museum statt. Sie zeigt auf, wie sich die Nahrungsmittelproduktion in der Kartause Ittingen seit dem 18. Jahrhundert bis heute entwickelt hat und erzählt die Geschichte eines radikalen Wandels.

 

Käsekeller in der Kartause Ittingen, 2014