Themenschwerpunkte des Kunstmuseums Thurgau

Kunst im Kloster

 

Die Kartause Ittingen bietet sowohl räumlich wie inhaltlich besondere Rahmenbedingungen für den Betrieb eines Kunstmuseums. Einige Ausstellungsräume liegen in ehemaligen Klosterkellern. Diese in Ittingen gegebene Raumsituation bestimmt entscheidend mit, was gezeigt wird. Zudem führt die unübersehbare Präsenz von Verweisen auf die Vergangenheit zu einer Grundstimmung, die die Auseinandersetzung mit den hier gezeigten Kunstwerken entscheidend mitbestimmt.
Als zweites wird die Arbeit im Kunstmuseum Thurgau von der hier gepflegten Kunstsammlung bestimmt. Der Kanton Thurgau sammelt seit 1942 Kunst. Im Lauf der Jahrzehnte sind mehrere zehntausend Kunstwerke zusammengekommen, die die Arbeit im Museum als Ausgangspunkt entscheidend mitbestimmen. (Zur Sammlungsgeschichte)

Ausgehend von diesen Voraussetzungen widmet sich das Kunstmuseum Thurgau folgenden Themenschwerpunkten:

 Interventionen der Gegenwartskunst

40 part mottet von Janet Cardiff auf der verstummten Bibliothek von Joseph Kosuth

Interventionen der Gegenwartskunst

Ein Kloster bildet ein besonderes Umfeld für ein Kunstmuseum. Die historischen Gebäude verweisen auf ein Lebensmodell, in dem Kontemplation und Spiritualität zentrale Werte des Alltags sind. Vor diesem Hintergrund entfalten präzis ausgesuchte Kunstprojekte mit bekannten Künstlerpersönlichkeiten eine einzigartige Ausstrahlung. Im Verlauf der Jahre wurden im Kunstmuseum Thurgau raumgreifende Installationen zum Beispiel von Jenny Holzer, Marina Abramovic, Jochen Gerz, Joseph Kosuth, oder auch Muda Mathis oder Janet Cardiff gezeigt.

Marina Abramovic_InstallationsansichtII_Double Edge, 1995

Installation "Double Edge" von Marina Abramovic

Aussenseiter und Naive


Einer der wichtigsten Künstler der Sammlung des Kunstmuseums ist zweifellos Adolf Dietrich, dessen Nachlass im Kunstmuseum Thurgau betreut wird. Ab den frühen Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts werden diese Bestände erweitert durch Werke von Aussenseitern und Naiven.
Das Kunstmuseum des Kantons Thurgau zeigt regelmässig monografische oder thematische Ausstellungen mit Aussenseiterkunst. Als Aussenseiter verstanden werden Künstlerinnen und Künstler, die am Rande der Kunstszene und der Gesellschaft agieren. Ihre Werke irritieren die Sehgewohnheiten der Kunst ebenso wie gesellschaftliche Denkmuster. Dadurch funktionieren sie als Modelle alternativer Sichtweisen der Welt. 

Aussenseiter und Naive

Installation von Felix Brenners Wandbilder

Aus der Region

Das Kunstmuseum des Kantons Thurgau ist einer der wichtigsten Ausstellungsräume in der Ostschweiz. Aus diesem Grund werden regelmässig herausragende Positionen der Kunst der Bodenseeregion in Einzelausstellungen oder auch thematischen Präsentationen vorgestellt. Von Roman Signer bis Karin Schwarzbek, von H.R. Fricker bis zu Ute Klein haben wichtige Künstlerinnen und Künstler bedeutende Ausstellungen in Ittingen gezeigt.

Aus der Region

Ausstellungsansicht mit Werken von Stefan Rohner und Roland Iselin