Laufende und zukünftige Ausstellungen

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19. Januar 2018 – 22. April 2018

Neue Kollektion - Die Sammlung wächst

Die Sammlung des Kunstmuseums Thurgau wächst ständig. Seit 2012 gibt es zusätzlich zum ordentlichen Ankaufsbudget einen Kredit aus dem Lotteriefonds für Ankäufe, über dessen Verwendung eine Kommission entscheidet. In der Ausstellung „Neue Kollektion“ gibt das Kunstmuseum Thurgau ab dem 19. Januar 2018 einen Überblick über die Ankäufe der letzten drei Jahre. Anhand der Ausstellung lässt sich trefflich diskutieren, was denn heute gute und zukunftsträchtige Kunst sei.

Für die Auswahl der Kunstwerke, die mit Mitteln des Lotteriefonds erworben werden, zeichnet eine Ankaufskommission verantwortlich. Diese setzt sich zusammen aus Katharina Ammann, Abteilungsleiterin beim Schweizerischen Institut für Kunstgeschichte, Alex Hanimann, Künstler, und Hansjörg Höhener, Präsident der Kulturkommission Thurgau. Für die Ankäufe steht der Kommission ein jährlicher Betrag von 100‘000 Franken aus dem Lotteriefonds zur Verfügung. Dieser ist für den Erwerb von Werken von Kunstschaffenden mit Wohnsitz im Thurgau oder mit einem engen Bezug zum Kanton zu verwenden.
Mit den Ankäufen werden unterschiedliche Zwecke verfolgt: Zum einen bilden sie eine wichtige Fördermassnahme für das Kunstschaffen in der Region. Es gibt kaum eine bessere Ermutigung und Unterstützung der Arbeit von Künstlerinnen und Künstlern als den Ankauf eines Werks. Zum anderen wird mit den Ankäufen die Sammlung des Kunstmuseums Thurgau konsequent erweitert und aktualisiert. Der Kanton Thurgau erwirbt seit 1941 Kunstwerke zumeist von lebenden Künstlerinnen und Künstlern. Die so entstandene Sammlung dokumentiert nicht nur die Entwicklung der Kunstszene in der Ostschweiz, sondern auch die Veränderungen der Ankaufskriterien in den vergangenen Jahrzehnten. Mit den neuesten Ankäufen wird diese kulturhistorisch wichtige Dokumentation fortgeschrieben.
Längst nicht alle Werke, die im Lauf der Zeit erworben wurden, können dauerhaft im Museum gezeigt werden. Viele Werke der kantonalen Kunstsammlung werden ständig in öffentlichen Räumen und Büros der kantonalen Verwaltung einer kleineren oder grösseren Öffentlichkeit gezeigt.
Die Aufgabe der Auswahlkommission ist komplex: Es gibt keine objektiven Kriterien für „gute Kunst“ und trotzdem besteht der Anspruch, „das Beste“ für die Sammlung zu erwerben. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, beobachtet das Trio die Kunstszene der Region sorgfältig. Ateliers und Ausstellungen werden besucht, um dann in lebhaften Diskussionen eine Auswahl zu treffen. Dabei lässt sich die Kommission von Fragen leiten wie: Was ist gute Kunst? Was wird Bestand haben über den Moment hinweg? Wie kann die aktuelle Sammlung des Museums qualitativ hochstehend erweitert und aktualisiert werden? Welche Werke sind repräsentativ für das Kunstschaffen im Thurgau?
Die Ausstellung „Neue Kollektion – Die Sammlung wächst“ im Kunstmuseum Thurgau bietet einen repräsentativen Überblick über die in den letzten drei Jahren erworbenen Arbeiten und stellt damit einen aktuellen „Querschnitt“ zeitgenössischer Kunst zur Diskussion.

Die Ausstellung enthält Werke von: Max Ammann, Esther van der Bie, Matthias Bosshard, Charles Bötschi, Florian Germann, Urs Graf, Dieter Hall, huber.huber (Reto und Markus Huber), Sara Hugentobler, Cécile Hummel, Ray Hegelbach, Simone Kappeler, Herbert Kopainig, Christian Lippuner, Sonja Lippuner, Franziska Messner-Rast, Meszmer/Müller (Alex Meszmer/Reto Müller), Heike Müller, Willi Oertig, Andri Stadler, Meinrad Schade, Kerstin Schiesser, Berhard Schiesser, Karin Schwarzbek, Conrad Steiner, steffenschöni (Karl Steffen/Heidi Schöni).