Ausstellungen Archiv

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19. November 2016 – 29. Januar 2017

Werkschau Thurgau 16

Die jurierte Werkschau Thurgau 16 findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt und zeigt Arbeiten von 71 Künstlerinnen, Künstlern und Kollektiven mit Thurgaubezug. An sieben verschiedenen Ausstellungsorten im Kanton leistet sie eine kritische Bestandsaufnahme und offenbart die Vielfalt des künstlerischen Schaffens aus der Region. Im Kunstmuseum Thurgau sind zu sehen: Esther van der Bie, Martina Böttiger, Jon Etter, Andy Guhl, Roland Iselin, Karen Kägi, Peter Kamm, Simone Kappeler, Aurelio Kopainig, Elisabeth Nembrini, Lucie Schenker.
05. Juni 2016 – 18. Dezember 2016

Im Rausch

Zwischen Höhenflug und Absturz Glücksrausch, Wahrnehmungserweiterung, Betäubung - der Rausch hat viele widersprüchliche Gesichter. Doch was die verschiedenen Rauscherfahrungen eint, ist ihre Tendenz zur Entrückung und Loslösung vom Ich und der Realität. Mythen von gesteigerter Kreativität und Produktivität durch Rauschzustände gehören zum Repertoire der Kunstgeschichte. Doch welche Rolle spielt der Rausch für die Gegenwartskunst? Die thematische Gruppenausstellung entführt in rauschhafte Welten, psychedelische Farbkosmen und künstlerische Versuchslabore. Sie lädt ein in sinnliche Welten zwischen Höhenflug und Absturz. Mit Werken von u.a. Pipilotti Rist und Carsten Höller.
17. April 2016 – 06. November 2016

Michael Golz. Reise ins Athosland

Der 1957 geborene Michael Golz hat im Verlauf der letzten Jahrzehnte eine fiktive Parallelwelt zur realen Wirklichkeit geschaffen. Seine Vision von «Athosland» macht er mit Hilfe einer riesengrossen Landkarte, mit Hunderten von Städte- und Dorfansichten sowie phantasievollen Reiseerzählungen sichtbar. Die Ausstellung «Michael Golz. Reise ins Athosland» im Kunstmuseum Thurgau erlaubt zum ersten Mal überhaupt einen tieferen Einblick in dieses faszinierende Universum zwischen Realität und Phantasie.
09. Januar 2016 – 28. März 2016

Pausenstück

Ein Streifzug durch Zeiten und Landschaften Die Ausstellung „Pausenstück“ vereint Werke aus der Sammlung mit ausgewählten Leihgaben und lädt ein zu einem Streifzug durch Zeiten, Jahreszeiten und Landschaften. Dabei stehen die Themen Tradition und Brauchtum im Vordergrund. Zu entdecken sind stimmungsvolle Klassiker wie erfrischende Gegenwartskunst: vom Gemälde „Bochselnacht Weinfelden“, festgehalten vom Romanshorner Ludwig Demarmels bis hin zu Muda Mathis‘ Unterwasseraufnahmen von Erstkommunikanten. Eine kurzweilige Reise durch Jahreszeiten und die Landstriche rund durch und um den Thurgau.
13. September 2015 – 16. Mai 2016

Kunst oder was?

Bildnerisches Gestalten im Spannungsfeld von Therapie und Kunst In der psychiatrischen Klinik Münsterlingen liegen in einem Archivraum tausende von Zeichnungen, Bildern und Objekten, die im Lauf therapeutischer Prozesse entstanden sind. Die ältesten Arbeiten stammen noch aus der legendären Kreuzlinger Privatklinik Bellevue, die 1980 geschlossen wurde. In der Ausstellung „Kunst oder was?“ wird eine Auswahl aus dieser bis anhin noch nie gezeigten Bilderwelt vorgestellt, verbunden mit der Frage, wo die Grenze zwischen Kunstwerk und therapeutischem Material gezogen werden soll.
23. August 2015 – 15. Dezember 2015

Tsang Kin-Wah. Ecce Homo Trilogy II

Die Auseinandersetzung mit biblischen Themen verbindet der chinesische Künstler Tsang Kin-Wah mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Ereignissen. Im Kunstmuseum Thurgau wird er den Ausstellungsraum in die begehbare Inszenierung „Ecce Homo Trilogy II“ verwandeln. Der in Hongkong lebende Tsang Kin-Wah schafft Räume, in denen Fragen nach Gerechtigkeit, Wahrheit und Menschlichkeit als universelle Werte zur Diskussion gestellt werden. Er vertritt 2015 Hongkong an der Kunstbiennale von Venedig und wird nun vom Kunstmuseum Thurgau erstmals im deutschsprachigen Raum in einer Einzelausstellung vorgestellt.
29. März 2015 – 12. August 2015

Das Universum des André Robillard

Waffen, Weltall, wilde Tiere André Robillard gehört zu den bekanntesten Künstlern der Art brut. Seit über einem halben Jahrhundert baut er aus Abfall erschreckend faszinierende Welten der Phantasie: Alte Metallteile, ausgediente Glühbirnen und fragmentierte Apparate verwandeln sich in Waffen, Sputniks und Tierskulpturen.
17. Januar 2015 – 30. August 2015

Der Himmel brennt am Horizont

Kunst in der Ostschweiz im Banne des 2. Weltkriegs Kriegszeiten treffen Künstler hart. Wer denkt schon an Kunst, wenn das Leben existentiell bedroht ist? Auch wenn die Schweiz während des 2. Weltkriegs von Kampfhandlungen weitgehend verschont blieb, war die Situation für die Bevölkerung nicht einfach. Nahrungsmittelknappheit, Flüchtlingsströme aber auch die unsichere Nachrichtenlage bestimmten den Alltag im Land. Künstlerinnen und Künstler reagieren in ihrem Schaffen, aber auch in ihrem alltäglichen Verhalten ganz unterschiedlich auf besondere Situationen. Die Ausstellung „Der Himmel brennt am Horizont“ wirft ein Schlaglicht auf die Zeit und zeigt auf, wie Kunstschaffende mit der schrecklichen Wirklichkeit des nahen Kriegs umgingen.
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26. Oktober 2014 – 19. Dezember 2014

Neue Kollektion!

Ankäufe für das Kunstmuseum Die Sammlung des Kunstmuseums Thurgau wächst ständig. Seit 2012 gibt es einen zusätzlichen Kredit aus dem Lotteriefonds, über dessen Verwendung eine neu eingesetzte Ankaufskommission entscheidet. In der Ausstellung „Neue Kollektion!“ zeigt das Kunstmuseum Thurgau ab dem 26. Oktober 2014 Ankäufe, die von dieser Kommission in den letzten drei Jahren erworben wurden. Die Ausstellung wird so zur attraktiven Auseinandersetzung mit der Frage, was denn heute gute und zukunftsträchtige Kunst sei.
31. August 2014 – 08. März 2015

Gartenträume - Traumgärten

Facetten eines Motivs Gärten sind Sehnsuchtsorte. Lange Zeit verkörperte der Garten Eden die Paradiesvorstellung schlechthin. Heute werden auf bodenständigere Weise in umgrenzten Territorien individuelle Paradieswelten verwirklicht: Nicht mehr vorrangig als Anbaufläche für Nahrungsmittel, sondern vielmehr als Rückzugsort vom Alltag und als Feld gestalterischer Selbstverwirklichung. Der Garten war und ist ein symbolisch aufgeladener Möglichkeits- und Projektionsraum.
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25. April 2014 – 19. Januar 2015

Konstellation 7. Höhepunkte der Sammlung

Meisterwerke von Adolf Dietrich, Carl Roesch, Helen Dahm, Ernst Kreidolf und anderen Mit der Ausstellung Konstellation 7 sind im Kunstmuseum Thurgau wieder die beliebten Highlights der Sammlung zu sehen. Während in den letzten Monaten zeitgenössische Kunstwerke alle Räume belegten, werden nun wieder drei Räume mit Meisterwerken von Adolf Dietrich, Helen Dahm, Ernst Kreidolf, Carl Roesch und anderen beliebten Künstlerinnen und Künstlern der Ostschweiz bespielt.
13. April 2014 – 19. Oktober 2014

Tadashi Kawamata. Prekäre Konstruktionen

Das Kunstmuseum Thurgau widmet dem japanischen Künstler Tadashi Kawamata eine umfangreiche Einzelausstellung. Ausgangspunkt ist die 2013 vor dem Museum entstandene Holzkonstruktion „Scheiterturm / Log Tower“. Nun wird ein vertiefter Einblick in das aussergewöhnliche Werk des Konzeptkünstlers geboten. Weltweit entstandene Konstruktionen im öffentlichen Raum werden in Form von Filmen, Modellen, Skizzen und Fo-tografien anschaulich gemacht. Für die Präsentation konzipiert und baut Kawamata eigenhändig eine einzigartige Ausstellungsarchitektur.
19. Januar 2014 – 24. August 2014

Joseph Kosuth. Das Dasein und die Welt

Die Ausstellung "Joseph Kosuth: Das Dasein und die Welt" gruppiert um die Werke des Kunstmuseums Thurgau Leihgaben aus Privatsammlungen. Die vom Künstlers selbst kuratierte Zusammenstellung gibt einen Überblick über das gesamte Schaffen eines der einflussreichsten Exponenten der Kunst seit 1960.
26. Oktober 2013 – 08. Dezember 2013

Werkschau // TG 2013

In Zusammenarbeit mit der Kulturstiftung des Kantons Thurgau
Die Kulturstiftung des Kantons Thurgau hat eine kuratierte Werkschau für das aktuelle Thurgauer Kunstschaffen initiiert, die erstmals im Herbst 2013 stattfinden wird. In fünf wichtigen Kunsträumen der Region wird eine kritische Bestandesaufnahme des regionalen Kunstschaffens vorgenommen und in konzentrierter Form einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Am Projekt beteiligt sind neben dem Kunstmuseum Thurgau, der Kunstraum Kreuzlingen, der neue shed in Frauenfeld, die Kunsthalle Arbon und die Galerie Adrian Bleisch in Arbon.
15. September 2013 – 23. März 2014

Konstellation 6. Begriffe - Räume - Prozesse

Seit der Eröffnung des Kunstmuseums Thurgau in der Kartause Ittingen 1983 hat sich die Kunst radikal verändert. Neue Medien und veränderte Vorstellungen der Künstlerinnen und Künstler von den Möglichkeiten der Kunst führten zu neuen künstlerischen Strategien und Ausdrucksformen. An Stelle von Pinsel und Leinwand traten Video und Fotografie. Erzählerische Inhalte wurden ersetzt durch Konzepte. Das ehemals unveränderliche Werk verwandelte sich in Prozesse und Ideen. Die Ausstellung „Konstellation 6. Begriffe, Räume, Prozesse“ lässt mit teilweise grossräumigen Werken diese Veränderung im wahrsten Sinn des Worts erleben.
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04. Mai 2013 – 15. Dezember 2013

Joseph Kosuth. Eine verstummte Bibliothek

Bis im Sommer 2007 war im grossen Ausstellungskeller des Kunstmuseums die raumfüllende Installation „Eine verstummte Bibliothek“ von Joseph Kosuth zu sehen, die der amerikanische Konzeptkünstler 1999 für den Ort konzipiert hatte. Diese aussergewöhnliche Installation wurde im Frühling 2013 wieder in den ehemaligen Weinkeller eingebaut, diesmal definitiv.
21. April 2013 – 25. August 2013

Konstellation 5. 71 Jahre - 71 Werke

2013 bietet das dreissigste Jubiläum der Betriebsaufnahme des Kunstmuseums Thurgau in der Kartause Ittingen den Anlass, sich intensiv mit der historischen Entwicklung der Sammlung zu beschäftigen. Das Kunstmuseum konnte 1983 im neu renovierten Kloster für damalige Verhältnisse grosszügige Ausstellungs- und Depoträumlichkeiten beziehen. Eine der Ursachen für diese Museumsgründung war die seit 1942 betriebene Sammlungstätigkeit des Kantons. Während des Zweiten Weltkriegs hatte der Regierungsrat einen regulären Kredit gesprochen für die „Förderung des Kunstbemühens auf dem Gebiet der bildenden Kunst der Gegenwart“. Dieser Entscheid vor 71 Jahren markiert formell die Geburtsstunde der Thurgauischen Kunstsammlung.
24. März 2013 – 17. Oktober 2015

Tadashi Kawamata. Scheiterturm / Log Tower

Eine Installation im Aussenraum Der japanische Künstler Tadashi Kawamata entwickelte im Auftrag des Kunstmuseums Thurgau ein Kunstprojekt für den Aussenraum der Kartause Ittingen. Vom 11. bis 23. März wurde nach den Plänen des Architekten Christophe Scheidegger vor dem Eingangstor des ehemaligen Klosters ein neun Meter hoher Turm aus Holzscheitern gebaut, der rund zwei Jahre dort stehen wird. Ausgangspunkt des experimentellen Projektes waren die Holzstapel um den Parkplatz der Kartause, wo die Holzernte des Winters 2012/2013 aus den Wäldern um die Kartause trocknet.
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11. Januar 2013 – 06. Oktober 2013

Peggy und Thomas Henke. Film der Antworten

Eine filmische Installation im Kunstmuseum Thurgau Verlängert bis am 6. Oktober 2013
Der „Film der Antworten“ basiert auf Gesprächen mit zwölf Schwestern der Benediktinerinnenabtei Mariendonk am Niederrhein. Deren tiefgründige Reflexionen über Gott und das Leben geben Einblick in das aktuelle Denken einer Klostergemeinschaft und provozieren beim Publikum die Auseinandersetzung mit jenen existentiellen Fragen, denen sich niemand entziehen kann.
21. Oktober 2012 – 01. April 2013

Willi Oertig. Wenn ich etwas bin, dann bin ich ein Indianer

„Wer malt den Blues? freundlich, zuverlässig, kompetent seit 1971“ Mit diesem und ähnlichen Slogans versieht Willi Oertig unermüdlich Dossiers und Briefkuverts, die seine Gemälde von leeren Strassenzügen, Telefonzellen und Bahnhöfen ankündigen. Er scheint immer unterwegs zu sein – zumindest in seinen Bildern. Er gestaltet Stimmungen, denen eine Sinnbildlichkeit anhaftet, so dass sie zu Projektionsflächen der Entfremdung, aber auch des Fernwehs werden. Willi malt den Blues.
15. Juli 2012 – 24. Februar 2013

François Burland. Atomik Submarine

Im Grossen Ausstellungskeller des Kunstmuseums Thurgau ist ein U-Boot gestrandet! Wie ein riesiger Walfisch liegt das Ungeheuer aus Blech und Holz ins Gemäuer eingeklemmt. Begleitet von einer Vielzahl an kleineren Fahrzeugen und Schiffen verwandelt es den ehemaligen Weinkeller des Klosters in eine spektakuläre Theaterbühne für ein Stück, dessen Inhalt ebenso aus dem realen Leben wie aus der frei erfundenen Fantasie stammt.
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13. Mai 2012 – 30. September 2012

10'000 Stunden

Über Handwerk, Meisterschaft und Scheitern in der Kunst Mit 10'000 Stunden bezeichnete der Soziologe Richard Sennett die Anzahl Stunden, die wir benötigen, um ein Handwerk richtig zu erlernen. Die Ausstellung zeigt mit Arbeiten von zwei Dutzend Kunstschaffenden unterschiedliche Haltungen gegenüber handwerklichen Kunstformen und geht der Frage nach, welche Bedeutung dem Handwerk in der zeitgenössischen Kunst zukommt.
01. April 2012 – 01. Juli 2012

Elmar Trenkwalder. Skulpturen

Elmar Trenkwalders monumentale Keramikskulpturen füllen mit ihrer Grösse ganze Räume. In den barock üppigen, eigenwilligen und mehrdeutig schillernden Gebilden mischen sich seine Fantasien und Tagträume ebenso wie Impulse aus der Vergangenheit und Elemente fremder und vergangener Kulturen.
12. Januar 2012 – 22. April 2012

Konstellation 4

Vom Können in der Kunst Seit 2009 organisiert das Kunstmuseum Thurgau in loser Folge Konstellationen von ansonsten kaum je gezeigten Werkgruppen aus dem Depot. „Konstellation 4“ widmet sich dem Jahresthema 2012 der Museen in Ittingen: dem Handwerk und dessen Bedeutung für die Kunst. Präsentiert werden Werke von Carl Roesch, August Herzog, Martha Haffter, Ernst Emil Schlatter, Adolf Dietrich, Johannes Diem, Robert Wehrlin und anderen.
18. September 2011 – 15. April 2012

H.R. Fricker. Erobert die Wohnzimmer dieser Welt!

Das Kunstmuseum Thurgau zeigt zum ersten Mal umfassend das Werk des im appenzellischen Trogen lebenden Konzeptkünstlers H.R. Fricker. Mit Mail-Art bekannt geworden gehört Fricker mit seinen unkonventionellen Kunstprojekten wie dem Alpsteinmuseum zu den innovativsten Köpfen seiner Generation. No 42 im Programm der Binding Sélections d'Artistes

25. Juni 2011 – 11. Dezember 2011

Karin Schwarzbek. Eine

Neuste Arbeiten der Preisträgerin des Kulturstipendiums der Thurgauer Wirtschaft Die Künstlerin Karin Schwarzbek erhielt 2010 das 4. Berliner Kulturstipendium der Thurgauer Wirtschaft zugesprochen, das neben einem Geldbetrag einen Aufenthalt in Berlin, eine Publikation sowie eine Ausstellung im Kunstmuseum Thurgau umfasst. Die Künstlerin gehört zu einer mittleren Generation von Schweizer Künstlerinnen, die schon auf ein reichhaltiges Werk in der Malerei zurückblicken können. Ab dem 25. Juni werden im Kunstmuseum Thurgau eine Auswahl neuster Arbeiten zu sehen sein.
29. Mai 2011 – 28. August 2011

Richard Phillips / Adolf Dietrich. Malerei und Aneignung

Die Ausstellung „Richard Phillips / Adolf Dietrich. Malerei und Aneignung“ im Kunstmuseum Thurgau präsentiert Werke zweier Künstler, die auf den ersten Blick gegensätzlicher nicht sein könnten: der 1964 in Massachusetts geborene und international hoch dotierte Pop-Art-Künstler Richard Phillips und der 1957 in Berlingen verstorbene Aussenseiterkünstler Adolf Dietrich. Gezeigt werden die grossen Gemälde des Amerikaners nach Motiven von Adolf Dietrich sowie eine von Richard Phillips zusammengestellte Auswahl von Werken Dietrichs. Das Zusammentreffen führt zu einem komplexen, sich jeder Kategorisierung entziehenden Dialog.
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10. April 2011 – 07. August 2011

Konstellation 3

Herausragende Werke aus der Sammlung des Kunstmuseums Installationen aus der Sammlung des Kunstmuseums Thurgau im Grossen Ausstellungskeller. Werke von Zilla Leutenegger, Roman Signer, Marina Abramovic und anderen.
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23. Januar 2011 – 15. Mai 2011

Weltensammler

Internationale Aussenseiterkunst der Gegenwart Die Ausstellung versammelt rund 350 Werke von Aussenseiterkünstlern aus aller Welt. Die Auswahl umfasst Meisterwerke von Klassikern wie Adolf Wölfli ebenso wie unbekannte Neuentdeckungen. Während der Laufzeit der Ausstellung baut Alpo Koivumäki ein zweites Tier für die Sammlung des Kunstmuseums.
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24. Oktober 2010 – 27. März 2011

Richard Grayson. The Golden Space City of God

Das Kunstmuseum Thurgau präsentiert ab 24. Oktober 2010 die erste Einzelausstellung Richard Graysons in der Schweiz. Mit „The Golden Space City of God“ schuf der englische Künstler und Kurator ein einzigartiges Chorwerk in Form einer raumfüllenden Audio-Video-Installation, dessen Inhalt, ein apokalyptisches Endzeitszenario, er der Website einer Sekte entnahm. „The Family“, wie sich die Kommune heute nennt, ist auch in der Schweiz aktiv und agierte in den 60er Jahren als „Children of God“, die mit ihren sexuellen Praktiken und ihrer missionarischen Tätigkeit die Öffentlichkeit brüskierte. In ihren Texten beschreibt die Sekte den Weltuntergang als furchteinflössende Zukunftsvision, die - von Grayson und dem englischen Komponisten Leo Chadburn als grandioses Werk inszeniert - auffällige Parallelen zu den Entwicklungen der letzten Jahre aufweist. Mit der ebenso stimmungsvollen wie gesellschaftskritischen Arbeit verweist Grayson auf jene Mechanismen, die für die Bildung von fundamentalen Gruppen mitverantwortlich sind: Gruppenzugehörigkeit, Identitätssuche und Sehnsucht nach Sinnhaftigkeit.
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20. Juni 2010 – 12. Dezember 2010

Schritte ins Verborgene

Kunst und das Geheimnisvolle Die Ausstellung befasst sich mit einer Thematik, die ebenso alt wie aktuell ist und der für das Verständnis zwischenmenschlicher Kommunikation grosse Bedeutung zukommt: mit dem Geheimnis und seinen vielfältigen Erscheinungsformen. Im Zentrum stehen Künstlerinnen und Künstler, die das Geheimnisvolle als Strategie verwenden, ja es sogar zur wichtigen oder gar wichtigsten Konstanten ihrer Tätigkeit gemacht haben. Mit Joseph Beuys, Sophie Calle, Marcus Coates, Magdalena Kunz und Daniel Glaser, Elodie Pong, Trevor Paglen, Wilhelmina F., Jana Gunstheimer, Kurt Schwitters, Lindsay Seers u.a.
09. Mai 2010 – 26. September 2010

Franz Huemer. Vom sinnvollen Zufall

Die Welten eines Visionärs und Zwischenzeilenlesers Der 1924 geborene Franz Huemer lebt in einem ehemaligen Bahnwärterhäuschen bei Feldkirch inmitten seiner Wurzelskulpturen und Schriften. Über Jahrzehnte hinweg hat der ein einzigartiges Werk geschaffen, in dem sich Visionen und Glaube, Leben und Wahn zu einem faszinierenden Ganzen verbinden. Die Ausstellung "Vom sinnvollen Zufall" stellt das Schaffen von Franz Huemer erstmals in einer umfassenden Retrospektive vor.
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14. Januar 2010 – 30. Mai 2010

Konstellation 2

Die Sammlung neu sehen Eine Kunstsammlung gewinnt erst an Leben, wenn ihre Werke gezeigt und diskutiert werden. Aus diesem Grund wird im Kunstmuseum Thurgau die Sammlung regelmässig neu präsentiert. Dabei wird ganz gezielt Bekanntes und wenig Gezeigtes zu neuen Konstellationen zusammengeführt. Unbestrittene Highlights der Sammlung wie die Bilder von Adolf Dietrich oder Helen Dahm treffen auf vergessene Werke ihrer Kollegen. Raumgreifende Neuerwerbungen wie die Blechwand von Christoph Rütimann oder das Mandala von Hendrikje Kühne und Beat Klein stellen die Möglichkeiten der aktuellen Kunst zur Diskussion.
18. Oktober 2009 – 11. April 2010

Olaf Nicolai. Mirador

Rodakis - Selkirk - Samani Olaf Nicolai gilt heute als einer der herausragenden deutschen Künstler der Gegenwart. In seiner künstlerischen Arbeit hinterfragt er Wahrnehmungsprozesse, um eine andere Art von Rezeption herauszufordern. Neben Werken von 2008 zeigt die Ausstellung eine Arbeit, die Nicolai eigens für das Kunstmuseum Thurgau geschaffen hat.
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05. Juni 2009 – 12. Dezember 2009

Cécile Hummel. Contrapunctum

Eine Ausstellung mit der Trägerin des Berliner Kulturstipendiums der Thurgauer Wirtschaft Neben ihrem zeichnerischen Werk hat sich Cécile Hummel seit Beginn ihrer künstlerischen Tätigkeit mit der Fotografie beschäftigt. Diese stehen im Zentrum der Ausstellung, die sich den Mechanismen der Wahrnehmung und Erinnerung widmet.
19. April 2009 – 10. Mai 2009

ja, nein, vielleicht.

Eine Projektgruppe der F+F Schule für Kunst und Mediendesign untersucht die Kartause Ittingen Während der Umbauarbeiten im Winter 2008/09 wird die idyllische Klosteranlage ein Forschungsfeld für gestalterische und künstlerische Interventionen der F+F. In einer Ausstellung werden die neu entstandenen Kunstwerke gezeigt.
05. April 2009 – 13. September 2009

Michel Nedjar. animo.!

Einblick in ein faszinierendes Leben und Werk Das Kunstmuseum Thurgau zeigt einen repräsentativen Überblick über Puppen und Zeichnungen des herausragenden Künstlers der Art Brut. Zudem wird erstmals in einer Ausstellung eine Auswahl der bis heute kaum bekannten Experimentalfilme von Michel Nedjar vorgestellt.
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21. März 2009 – 21. März 2009

Telling Tales

Performancetag mit Yan Duyvendak / Omar Ghayatt, Pascale Grau, San Keller, Muda Mathis / Sus Zwick und Andrea Saemann Sieben hochkarätige Künstlerinnen und Künstler der Schweizer Performanceszene zeigen am Samstag, 21. März, ab 13.30 Uhr im Kunstmuseum Thurgau neue Arbeiten.
11. Januar 2009 – 17. Mai 2009

Konstellation 1

Die Sammlung neu gesehen Die Sammlung des Kunstmuseums Thurgau wächst stetig. Die Ausstellung setzt Neuankäufe der letzten Jahre in Beziehung zu den traditionellen Sammlungsschwerpunkten.
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07. September 2008 – 14. Dezember 2008

Zilla Leutenegger. Zilla und das 7. Zimmer

Einzelausstellung Unter dem Titel „Zilla und das 7. Zimmer“ präsentiert das Kunstmuseum Thurgau die neuesten Arbeiten der Schweizer Künstlerin Zilla Leutenegger. Mit eigens für den Ort konzipierten Installationen, in denen geisterhafte Figuren das Wachsein in der Nacht thematisieren, belebt sie den grossen Ausstellungskeller des Museums. Parallel dazu erscheint eine Publikation, welche das zeichnerische Oeuvre der international bekannten Künstlerin ins Zentrum stellt und einen Überblick über ihr bisheriges Schaffen gibt.
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08. Juni 2008 – 26. Oktober 2008

Moralische Fantasien

Künstlerische Strategien in Zusammenhang mit der Klimaerwärmung Das Ausstellungsprojekt stellt aktuelle Projekte, die sich mit Fragen der klimatischen Veränderung und ökopolitischen Beobachtungen auseinandersetzen, ins Zentrum. Künstlerinnen und Künstler: Ursula Biemann; Olafur Eliasson; Johannes Gees; Douglas Gordon; Tue Greenfort; Christina Hemauer & Roman Keller; Jonathan Horowitz; Christoph Keller; Leopold Kessler; Deborah Ligorio; Elke Marhöfer; Gordon Matta-Clark; Gustav Metzger; Anna Meyer; Horse Art; Olaf Nicolai; Dan Peterman; Marjetica Potrc; Santiago Sierra; Philippe Rahm; Rirkrit Tiravanija; Marie Velardi; Christine Würmell. und einer Arbeit von: Matthew Antezzo, Mark Staff Brandl, Jakob Kolding, interpixel, Isabelle Krieg, Dan Perjovschi, Silke Wagner, Christine Würmell
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17. Februar 2008 – 12. Mai 2008

Michael Stauffer. Stauffer an Krüsi antworten

Ein Zugriff Dichterstauffer ruft Hans Krüsi. Dies ist die Konstallation der Ausstellung "stauffer an krüsi antworten". Der Aussenseiterkünstler Hans Krüsi, 1985 in St.Gallen gestorben, gibt selber keine Antwort mehr. Aber sein Werk spricht noch immer in unverwechselbarer Deutlichkeit. Dichterstauffer taucht ein in das uferlose Material des Nachlasses von Hans Krüsi, liest seine Sätze, schaut seine Bilder an, hört seine Tonbänder und beginnt einen Dialog. Es entstehen drei Hörspiele, ein Modell, drei Räume; kurz eine ungewöhnliche Ausstellung.
09. Dezember 2007 – 12. Mai 2008

Christoph Rütimann. In den Tönen

Installation und Zeichnungen zu Klang und Raum Christoph Rütimann gehört seit langem zu den bekanntesten Schweizer Künstlern seiner Generation. Mit seinen Performances, Installationen, Foto-, Video- und Textarbeiten bricht der Künstler immer wieder mit traditionellen Bild- und Sehgewohnheiten. Ab Dezember 2007 geben das Kunstmu-seum Thurgau und das Kunstmuseum St. Gallen in einer Doppelausstellung einen umfassenden Einblick in das Schaffen dieses unkonventionellen Innovators. Die Thurgauer Ausstellung geht von Rütimanns Auseinandersetzung mit Klängen aus. Zu erfahren sind raumfüllende, zeichnerische Notationen, installative Präsentationen von „Instrumenten“, aber auch Klanginstallationen.
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27. Oktober 2007 – 27. Oktober 2007

Endlager Museum?

Strategien im Umgang mit Künstlernachlässen Das Kunstmuseum Thurgau, der Verband der Schweizer Museen und die Visarte Schweiz laden gemeinsam zur Tagung „Endlager Museum?“ ein. Die öffentliche Veranstaltung widmet sich der Problematik der Künstlernachlässe. Kunstschaffende, Vertreter der Museen und Fachpersonen von Nachlassverwaltungen untersuchen das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln und präsentieren Lösungsvorschläge. Beteiligte Personen: Regine Helbling, Wolfgang Henze, Gottfried Honegger, Karl Jost, Gora Jain, Sonja Kuhn, Markus Landert, Dorothee Messmer, Alex Meszmer, Andres Pardey, Peter Pfrunder, Walter Tschopp. Tagungsprogramm Endlager Museum? als pdf  (194 KB)
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23. August 2007 – 16. Dezember 2007

Adolf Dietrich. Mit Blick auf den See.

Die zwanzig attraktivsten Bilder auf dem Fährschiff Euregia auf dem Bodensee zwischen Romanshorn und Friedrichshafen Die Ausstellung „Mit Blick auf den See“ versammelt auf der Bodenseefähre Euregia die zwanzig attraktivsten Fotografien des Malers Adolf Dietrich zu einer stimmungsvollen Präsentation. Gezeigt werden die Höhepunkte seiner fotografischen Tätigkeit, in der das Leben der Menschen am See und dessen Stimmungen von zentraler Bedeutung sind.
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19. August 2007 – 16. Dezember 2007

Adolf Dietrich. Fotografien

Unveröffentlichte Schätze aus dem Nachlass des Malers Adolf Dietrich (1877 - 1957) hat im Lauf seines Lebens als Autodidakt nicht nur über tausend Ölbilder geschaffen, sondern er war spätestens ab 1927 auch ein leidenschaftlicher Fotograf. Im Nachlass des Künstlers finden sich heute über 3'500 Schwarz-Weiss-Fotografien und eine ähnliche Anzahl Negative, die bisher aber noch nie veröffentlicht worden sind. Adolf Dietrich erweist sich als ein Künstler, der, obwohl Autodidakt, die Fotografie bereits sehr früh bewusst als Bildgestaltungsinstrument einsetzte und gleichzeitig ein fotografisches Werk von seltener Prägnanz geschaffen hat.
29. März 2007 – 26. August 2007

Ernst Thoma. Höllensturz

Eine Ausstellung des Trägers des Stipendiums der Thurgauer Wirtschaft 2006 2006 lebte der Experimentalmusiker und Videokünstler Ernst Thoma dank eines Stipendiums der Thurgauer Wirtschaft sechs Monate in Berlin. In dieser Zeit entstand eine neue Werkgruppe mit dem Titel „Höllensturz“. Wie bei seinen früheren Arbeiten montiert der Künstler mit digitalen Bildtechniken Einzelaufnahmen zu komplexen Bildräumen. Allerdings ist sein Motiv nicht länger die Landschaft, sondern der menschliche Körper. Im grossen Ausstellungskeller finden sich Drucke und Videoprojektionen zu einer eindrücklichen Installation zusammen, in der die Themenwelt des Klosters – Schuld und Sühne – eine genuin heutige Umsetzung erfährt.
18. Februar 2007 – 15. Juli 2007

Dessine-moi un mouton!

Imagination und Gegenwelten in zeitgenössischen Zeichnungen „Dessine-moi un mouton!" bittet der kleine Prinz in der Geschichte von Antoine de St. Exupéry den Erzähler. „Bitte, zeichne mir ein Schaf!“. - Bei jedem Versuch, der Bitte nachzukommen, hat der Auftraggeber am gezeichneten Tier etwas auszusetzen. Schliesslich zeichnet St. Exupéry eine Kiste mit drei Luftlöchern und behauptet, das Schaf befinde sich darin. Wie es genau aussieht, bleibt der Phantasie der Betrachter überlassen. Die Ausstellung widmet sich der Möglichkeit der Zeichnung, mit wenigen Strichen "Welt" zu kreieren und damit ganz allgemein dem Geheimnis der Imagination. Vorgestellt werden neunzehn Kunstschaffende aus dem In- und Ausland. Das Spektrum der Arbeiten reicht von grossformatigen Wand- oder Fensterbildern über intime Aufzeichnungen, tägliche Kopfgeschichten oder umfassende Konstruktionen bis hin zu virtuellen und dreidimensionalen Zeichnungen.
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28. Oktober 2006 – 28. Oktober 2006

Neues Ausstellen

Eine Tagung in Zusammenarbeit mit dem Institut Cultural Studies (ICS) der HGK Zürich Ziel der Tagung mit Ausstellungsmacher/innen ist es, fünf innovative Persönlichkeiten vorzustellen, die ein verändertes Ausstellungsverständnis repräsentieren, indem sie für ein Neues Ausstellen Raum, Zeit und Energie ein- und freisetzen. Zur Debatte steht die Selbstreflexion als Auseinandersetzung mit der Kunst des Ausstellens. Thema sind sowohl spezielle Ausstellungen und ihre Macher/innen als auch das Ausstellen an sich.
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20. August 2006 – 17. Dezember 2006

Carl Roesch. eigenwillig-angepasst

Ein Lebenswerk im Spannungsfeld zwischen Provinz und Avantgarde Carl Roesch gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten der schweizerischen Kunstgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Geboren 1884 in Diessenhofen hat er in der langen Schaffenszeit bis zu seinem Tod 1979 ein qualitativ hochstehendes Oeuvre von eindrücklicher Konsequenz geschaffen. Mit Adolf Dietrich gehört er zu den wenigen Künstlerpersönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts, die weit über die Grenzen des Thurgaus hinaus bekannt geworden sind. In seinem Schaffen spiegelt sich eine modellhafte Auseinandersetzung über mehrere Jahrzehnte hinweg mit den Kunstentwicklungen der europäischen Avantgarde. Carl Roesch hat seinen Nachkommen neben seinem Atelierhaus ein reiches Werk an Ölbildern, Aquarellen, Skizzen und Tagebüchern hinterlassen. Dieser reiche Nachlass ist in den letzten Jahren geordnet und wissenschaftlich bearbeitet worden. Die Erkenntnisse dieser Arbeit bilden die Basis für eine umfassende Retrospektive über Carl Roesch, die sein Leben und sein Schaffen umfassend vorstellt. Die Ausstellung im Kunstmuseum des Kantons Thurgau in der Kartause Ittingen wird ergänzt durch Präsentationen zu einzelnen Aspekten aus dem Leben von Carl Roesch in seinem Atelierhaus und im städtischen Museum in Diessenhofen.
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24. Juni 2006 – 17. Dezember 2006

In Stille und Einsamkeit Gott finden

Die Kartause Pleterje und das Leben der Kartäuser Im Jahre 2004 feierte die Kartause Pleterje ein doppeltes Jubiläum: Ihre Gründung 1403 und ihre Wiederinbetriebnahme 1904 jährte sich in runden Geburtstagen. Zu diesen Jubiläen ist eine Tafelausstellung entstanden, die Einblicke gibt in die Geschichte der Kartause Pleterje, zu der die Kartause Ittingen regelmässige Kontakte pflegt, und das Leben der Kartäusermönche vorstellt.
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14. Mai 2006 – 19. September 2006

Walter Schels. noch mal leben

Eine Ausstellung über das Sterben. Fotos Walter Schels, Texte Beate Lakotta Die Ausstellung wurde um zwei Wochen verlängert! Das Sterben ist eines der letzten Tabus in der heutigen Gesellschaft. Aus dem Alltag des modernen Lebens verdammt, ist der Tod zu einem grossen Unbekannten geworden. Mit seinem Projekt „noch mal leben“ hat der Fotograf Walter Schels dieses Thema aufgegriffen. Er fotografierte in Sterbehospizen unheilbar kranke Menschen. Und mit ihrem Einverständnis fotografierte er sie noch einmal nach ihrem Tod. Die Journalistin Beate Lakotta schrieb zu diesen grossen, schwarzweissen Doppelporträts kurze Texte, die schlaglichtartig Stimmungen, Hoffnungen und Gedanken der Menschen wiedergeben. Die so entstandene Ausstellung zeigt nicht nur Menschen. Sie öffnet auf eindringliche und einfühlsame Art und Weise den Blick auf das Sterben und den Tod.
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05. Mai 2006 – 30. Juli 2007

Alte Bekannte - neue Nachbarn

Werke aus der Sammlung des Kunstmuseums des Kantons Thurgau Anfang Mai finden etliche Herzstücke der Sammlung wieder den Weg aus dem Depot in die Ausstellungsräume. Sie tun es in Begleitung von seltener gezeigten Werken. Alte Bekannte treffen so auf neue Nachbarn. Lieblingstiere wie Adolf Dietrichs Hund oder Hans Krüsis Kühe finden sich in neuer Umgebung wieder. Vertrautes zeigt sich vor ungewohntem Hintergrund oder geht unerwartete Verbindungen ein. Dieses Zusammenspiel lässt die Sammlungsschwerpunkte des Kunstmuseums - Aussenseiterkunst, Kunst der Region und internationale Positionen - in ihrer ganzen Vielseitigkeit erkennen.
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26. Februar 2006 – 23. Juli 2006

Zeitinseln - Ankerperlen

Geschichten um den Rosenkranz. Eine kulturhistorische Ausstellung im Ittinger Museum Am Rosenkranz scheiden sich die Geister. Gerade das macht ihn aber so interessant und aufschlussreich: Kein anderes Gebet der Christenheit hat eine derart wechselreiche Geschichte wie diese im Mittelalter entstandene, meditative und repetitive Frömmigkeitsübung. Die Ausstellung „Zeitinseln - Ankerperlen“ zeigt über hundert einzigartige Rosenkränze. Thematisiert werden neben den Objekten auch die Funktionen, die diesem Gebet in seiner Geschichte zukamen, um so dem Geheimnis des Rosenkranzes auf die Spur zu kommen.
13. November 2005 – 05. Februar 2006

Barbara Müller. Brachland

Ausstellung der Adolf Dietrich Förderpreisträgerin 2005 Jedes zweite Jahr vergibt die Thurgauische Kunstgesellschaft den Adolf Dietrich-Förderpreis, mit dem junge, hoffnungsvolle Künstlerinnen oder Künstler mit enger Beziehung zum Kanton Thurgau ausgezeichnet werden. Die mit dem Preis verbundene Ausstellung im Kunstmuseum des Kantons Thurgau stellt das Schaffen der Ausgezeichneten vor. 2005 erhält Barbara Müller den Preis.
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02. Oktober 2005 – 23. April 2006

Gott sehen.

Das Überirdische als Thema der zeitgenössischen Kunst Eine thematische Ausstellung über Gottesbilder. Über zwei Dutzend Kunstschaffende aus aller Welt widmen sich der Frage „Wie stellst Du Dir Gott vor?“. Im ehemaligen Kartäuserkloster zeigen sie ihre persönlichen, individuellen Gedanken und Recherchen zu diesem Thema.
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19. Juni 2005 – 18. September 2005

Irre ist weiblich. Künstlerische Interventionen von Frauen in der Psychiatrie um 1900

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Prinzhorn-Sammlung Heidelberg Die Ausstellung "Irre ist weiblich" zeigt über 200 Werke von Frauen, die um 1900 in psychiatrischen Anstalten in ganz Europa lebten. Die Arbeiten sind in den Jahrzehnten um die Wende zum 20. Jahrhundert und stammen aus der weltbekannten Sammlung Prinzhorn der Universität Heidelberg. Die Ausstellung thematisiert nicht nur das Rollenbild der Frau sondern gibt auch Einblick in die Geschichte der Psychiatrie. Aus ästhetischer Sicht erstaunt, dass die Frauen in der Psychiatrie bereits früh Strategien zur Selbstbehauptung entwickelten, die erst in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts als künstlerische Ausdrucksformen entdeckt wurden. Zuvor galten diese Formen der Selbstdarstellung und Selbstvergewisserung einfach nur als "verrückt".
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20. Mai 2005 – 30. Oktober 2005

Jon Etter. Irritierte Orte

2004 richtete die Thurgauer Wirtschaft erstmals das Berliner Kulturstipendium aus. Dem jungen Fotografen Jon Etter wurde durch das Engagement von Wirtschaftsunternehmen ein mehrmonatiger Aufenthalt in der deutschen Hauptstadt ermöglicht. Die Ausstellung „Jon Etter: Leerräume“ zeigt Arbeiten, die in dieser Zeit entstanden sind.
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27. Februar 2005 – 22. Mai 2005

Cécile Hummel. Flüchtige Orte

Das Kunstmuseum des Kantons Thurgau zeigt vom 27. Februar bis 22. Mai 2005 die Ausstellung „Flüchtige Orte“ mit Werken von Cécile Hummel. Die im Thurgau aufgewachsene, heute in Basel wohnhafte Künstlerin baut mit ihren Fotografien und Zeichnungen eine raumfüllende Bildersammlung auf, in der sich Erinnerungsstücke und Vorstellung zu einem faszinierenden Bilderbogen zusammenfinden. Die Ausstellung wird begleitet durch eine Publikation des Niggli-Verlags Sulgen.
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15. August 2004 – 13. Februar 2005

Ernst Thoma. Landscape V

Videoinstallation über eine Landschaft Der Experimentalmusiker und Medienkünstler Ernst Thoma arbeitet seit Mitte der Neunzigerjahre an einer Werkserie mit dem Titel „Landscape“. Ausgangsmaterial für die Arbeiten ist jeweils ein bestimmter Ausschnitt einer Landschaft, die der Künstler fotografiert und mit Hilfe des Computers zu einem digitalen Landschaftsgemälde zusammensetzt. „Landscape V“ ist ein Video- Hörraum, der - ausgehend von einer Fotografie der Umgebung Stein am Rheins - eine imaginäre Landschaft zeigt, die sich laufend verändert. Alle Änderungen vollziehen sich langsam und unmerklich und geben uns die Gelegenheit, in die Landschaft einzutauchen und sie über einen langen Zeitraum kontinuierlich neu zu erleben.
21. März 2004 – 01. August 2004

Dieter Berke. slow motion

Polaroidfotografien aus den USA In den vergangenen Jahren bereiste der in Pfyn lebende Fotograf Dieter Berke verschiedentlich die USA. In Südkalifornien fand und findet er die Lichtverhältnisse, die er für die Erzeugung seiner Bilder braucht. Dieter Berke arbeitet mit einer Lochkamera, wodurch vom hellen Licht nur noch ein Schimmer auf das lichtempfindliche Papier fällt. Mit langen Belichtungszeiten und dem Einsatz von Farbfiltern, Siliziumplättchen, Kristallsplittern oder einem modifizierten Laser, erzeugt der Fotograf Verwischungen und Verfremdungen, die aus jedem einzelnen Bild eine traumverlorene Spiegelung der Wirklichkeit werden lassen. Das Fotografieren mit der Lochkamera ist eine zeitaufwändige Angelegenheit. Es verstreichen mehrere Minuten bis zu Stunden, bis das Licht ein Bild auf das grossformatige Negativ oder den Polaroidfilm gezeichnet hat. So wird jedes einzelne Bild zu einer Meditation über das Verstreichen und das Aufhalten von Zeit. Die Ausstellung "Slow Motion" zeigt eine repräsentative Auswahl dieser Polaroidfotografien.
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01. Januar 2004 – 22. Mai 2004

Jochen Gerz. w o h e r w o h i n

Eine Arbeit von Jochen Gerz für das Internationale Bodenseefestival 2004

Kennen Sie Ihre Herkunft? Was wissen Sie von der Geschichte Ihrer Familie und ihrer Vorfahren?

Wo würden Sie am liebsten leben, wenn Sie wählen könnten?

Diese Frage stellt Jochen Gerz im Frühjahr 2004 der Bevölkerung rund um den Bodensee. Im Auftrag des Internationalen Bodenseefestivals und ausgehend von dessen grenzüberschreitenden Aktivitäten thematisiert der in Paris lebende Künstler für die Bewohner einer Region, die sich über drei Nationen erstreckt, die Identitätsfrage - unabhängig von Staatsgrenzen und Nostalgien. Das Projekt wurde am 22. Mai 2004 mit einem Fest auf der Bodenseefähre Euregia abgeschlossen. Die Frage bleibt aktuell, für alle, jederzeit.
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14. November 2003 – 14. März 2004

Christa Ziegler. SPAZIERENGEHEN

Werkpräsentation der Adolf Dietrich Förderpreisträgerin 2003 Die Fotografin Christa Ziegler erhielt den Adolf Dietrich-Förderpreis 2003 der Thurgauischen Kunstgesellschaft. Der Förderpreis besteht üblicherweise aus der Preissumme, einer Publikation und einer Ausstellung. Diese Dreiheit wird bei Christa Ziegler für einmal aufgebrochen. Anstelle der Ausstellung wird lediglich eine kleine Präsentation eingerichtet. Die dadurch eingesparten Mittel fliessen ganz in die Publikation ein, wodurch sich die Möglichkeit öffnet, eine breiter angelegte, fotografische Recherche in Buchform vorzulegen.
28. September 2003 – 22. Mai 2004

Architektur - Landschaft

Zeitgenössisches Bauen im Thurgau In den letzten Jahren wurden im Thurgau eine stattliche Anzahl attraktiver Bauten erstellt. Im Grenzbereich zwischen städtischen Zentren und unbebauter Agrarlandschaft aber auch bei Eingriffen in kleinstädtische oder dörflichen Strukturen sind Bauwerke entstanden, die modellhaft zukunftsweisende Lösungen für die Gestaltung von Lebensräumen aufzeigen. „Architektur - Landschaft. Zeitgenössisches Bauen im Thurgau“stellt eine Auswahl dieser zukunftsweisenden Bauten vor und skizziert gleichzeitig die Problematik des Bauens in der Landschaft.
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10. August 2003 – 21. Februar 2004

com&com. Boxenstopp. Eingriff 5

Die Ausstellung „Boxenstopp“ gibt einen Überblick über die Sammlung des Kunstmuseums des Kantons Thurgau. Im Verlauf dieser Zeit akzentuieren fünf Kunstschaffende mit Eingriffen die Schwerpunkte der Sammlungstätigkeit. Die Reihe der Eingriffe endet mit einem gewagten Projekt des Duos com&com. Die beiden Künstler verlassen einmal mehr die gewohnten Geleise des Kunstbetriebs und revanchieren sich bei ihrer langjährigen Sponsorin, der Thurgauer Firma Lista, indem sie ihr den Ausstellungsraum für einen Marktauftritt zur Verfügung stellen.
29. Juni 2003 – 30. Oktober 2004

Christine und Irene Hohenbüchler. Wilde Gärten

Gartenprojekt von Christine und Irene Hohenbüchler mit zehn betreuten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kartause Ittingen Im Kunstmuseum des Kantons Thurgau und auf dem Gelände der Kartause Ittingen entstanden im Verlauf des Frühjahrs 2003 neun "Wilde Gärten". Mit diesem ungewöhnlichen Titel bezeichnen die Wiener Künstlerinnen Christine und Irene Hochenbüchler ihr spezifisch für diesen Ort entwickelte Projekt, das sie gemeinsam mit betreuten Mitarbeitern des Werkbetriebes der Stiftung Kartause Ittingen und Studierenden der TU Wien realisierten. Teile des Projektes sind noch heute auf dem Gelände der Kartause Ittingen zu finden. Am Projekt waren beteiligt: Eva Doppler, Dietmar Dorn, Katharina Egger, Anni Fässler, Markus Falkensteiner, Gianni di Fazio, Karin Harather, Yvonne Gisler, Max Gutjahr, Werner Haefelin, Martin Hess, Christine Hohenbüchler, Irene Hohenbüchler, Elisabeth Küng, Gianni Kuhn, Markus Landert, Petra Luchsinger, Ernst Maurer, Elisabeth Meister, Dorothee Messmer, Ueli Meyer, Gabi Mühlebach, Brigitt Näpflin, Corinne Rüegg, Dani Schedler, Christoph Schwarz, Erika Senn, Elisabeth Steinegger, Renate Stuefer, Franz Spangaro, Margit Thieme, Elisabeth Waldherr, Susanne Wechtitsch-Ogieriakhi, Matthias Würfel, Urban Wymann.
29. Juni 2003 – 07. September 2003

Chantal Michel. Boxenstopp. Eingriff 4

Die Ausstellung „Boxenstopp“ gibt einen grossangelegten Überblick über die Sammlung des Kunstmuseums des Kantons Thurgau. Um die Schwerpunkte der Sammlungstätigkeit hervorzuheben, wurden fünf Künstlerinnen und Künstler eingeladen, mit Eingriffen auf die bestehende Ausstellung zu reagieren. Chantal Michels Performances, ihre Video- und Fotoarbeiten gewinnen dem menschlichen Dasein neue Bilder ab. Die Künstlerin findet einfache Situationen und hält ihre Gestalt darin mit minimalem technischem Aufwand fest. Die Figur stellt den Fremdkörper, das Kleid die Farbe, der Raum die imaginäre Leinwand. Ihre Arbeiten rühren ans kollektive Gedächtnis und evozieren archetypische Sehnsüchte. Der Betrachter wird in eine andere, ihm unbekannte Welt entführt. Chantal Michels Eingriff reagiert auf die besondere Atmosphäre des Orts und verwandelt sich den Räumen innerhalb der Mauern der Kartause an. Damit setzt sie die Reihe anderer Foto- und Videokünstlerinnen innerhalb der Sammlung wie Simone Kappeler, Muda Mathis oder Christa Ziegler fort.
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25. Mai 2003 – 07. September 2003

Karolin Bräg. Boxenstopp: Eingriff 3

Die Ausstellung „Boxenstopp“ gibt einen grossangelegten Überblick über die Sammlung des Kunstmuseums des Kantons Thurgau. Um die Schwerpunkte der Sammlungstätigkeit hervorzuheben, wurden fünf Künstlerinnen und Künstler eingeladen, mit Eingriffen auf die bestehende Ausstellung zu reagieren. Gespräche bilden den Kern der künstlerischen Arbeit von Karolin Bräg. Im Reden mit den verschiedensten Personen untersucht sie Befindlichkeiten und die individuelle Erfahrung von Orten. Die im Gespräch gesammelten Zitatsplitter erfahren daraufhin eine Umsetzung in Foto-Text-Arbeiten, die gleichermassen künstlerische Betrachtung, Dokumentation und Befragung eines Ortes sind. Ihre Arbeit über die Kartause Ittingen erweitert die in der Kunstsammlung des Museums enthaltenen Interpretationen des Ortes von Janet Cardiff oder Joseph Kosuth um ein poetisches Werk.
25. Mai 2003 – 17. August 2003

Theo . Ein Grenzgänger

Retrospektive Die Ausstellung ist die erste umfassende Retrospektive des Werks von Theo Wagemann (1918 - 1998). Theo, wie er gemeinhin genannt wurde, war ein Aussenseiter wie Hans Krüsi oder Jakob Greuter. Obwohl er seit den siebziger Jahren zeichnete, wurde sein Werk erst in den letzten Jahren für die Öffentlichkeit entdeckt. Die Ausstellung „Theo -ein Grenzgänger“ versammelt eine repräsentative Auswahl von Werken von Theo und öffnet erstmals einen umfassenden Einblick in das Schaffen dieses unkonventionellen Aussenseiters. Die Ausstellung wurde vom Museum Schloss Moyland konzipiert und zusammengestellt.
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04. Mai 2003 – 07. September 2003

Bernhard Schiesser. Boxenstopp. Eingriff 2

Die Ausstellung „Boxenstopp“ gibt einen grossangelegten Überblick über die Sammlung des Kunstmuseums des Kantons Thurgau. Um die Schwerpunkte der Sammlungstätigkeit hervorzuheben, wurden fünf Künstlerinnen und Künstler eingeladen, mit Eingriffen auf die bestehende Ausstellung zu reagieren. Der in der Degenau bei Bischofszell wohnhafte Maler Bernhard Schiesser stellt seine Farbfeldmalerei in direkte Nachbarschaft mit einem Hauptwerk von Hans Brühlmann aus der Bildersammlung des Museums und stellt so eine Beziehung von der Region verbundenen Künstler über die Zeiten her.
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06. April 2003 – 07. September 2003

Felix Brenner. Boxenstopp. Eingriff 1

Der „Boxenstopp“ ist eine gross angelegte Sammlungspräsentation des Kunstmuseums. Um die Schwerpunkte der Sammlung zu akzentuieren, werden fünf Künstlerinnen oder Künstler eingeladen, einen Eingriff in die Ausstellung zu gestalten. Den ersten Eingriff vollzieht der Aussenseiter Felix Brenner. Felix Brenner lebt und arbeitet seit 2001 in Altnau TG. Mit seinen Arbeiten auf Papier betreibt er eine bildnerische Forschungsarbeit im Grenzbereich zwischen Kunst und Leben. Sein Eingriff in die Ausstellung „Boxenstopp“ besetzt einen eigens dafür gebauten Raum in einem Umfeld von Aussenseitern und Werken von extremer Emotionalität.
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16. Februar 2003 – 07. September 2003

Boxenstopp

Eine Sammlung und fünf Eingriffe 1983 konnte das Kunstmuseum des Kantons Thurgau in die Räumlichkeiten in der Kartause Ittingen einziehen. Mit der Übernahme der neuen Räume ging eine Ausweitung und Professionalisierung der Sammlungstätigkeit einher. Die Ausstellung "Boxenstopp. Eine Sammlung und fünf Eingriffe" zeigt die Schwerpunkte der Sammlungstätigkeit in unerwarteten Zusammenstellungen. Sie macht sichtbar, wie in den letzten Jahrzehnten aus einer regionalen Kunstsammlung ein überregional bedeutende Kollektion mit unverwechselbarem Profil wurde. Kunstwerke und Sammlungsbestände erhalten ihre Aktualität durch eine ständige Neubefragung. Mit Eingriffen von fünf Künstlerinnen und Künstlern in die Sammlungspräsentation werden im Lauf des Jahres überraschende Pointierungen der Sammlungsbestände provoziert. Die Eingriffe in die Sammlung werden Felix Brenner, Bernhard Schiesser, Chantal Michel, Karolin Bräg und com&com anvertraut.
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25. August 2002 – 15. Dezember 2002

Adolf Dietrich. Malermeister - Meistermaler

Einblick in den Nachlass des Künstlers Seit 1994 ist der Nachlass von Adolf Dietrich im Kunstmuseum des Kantons Thurgau deponiert. Der Nachlass umfasst nicht nur Bilder und Zeichnungen des Künstlers, sondern auch rund ein Dutzend Skizzenbücher sowie Tausende von Briefen und Fotografien. Dieses reiche Material wurde von Dorothee Messmer sorgfältig inventarisiert und gesichtet. Es bildet, ergänzt durch zahlreiche Leihgaben aus Privatbesitz und Museen, den Kern der Ausstellung „Malermeister – Meistermaler“. Das vielfältige Material machen Dietrichs künstlerische Strategien und sein bildnerisches Denken auf einmalige Art und Weise einsehbar. Sie zeigen den bekannten Maler und seine Werkstatt in einem neuen, überraschenden Licht. Zur Ausstellung erscheint die Publikation: Dorothee Messmer / Markus Landert (Hrsg.)Malermeister - Meistermaler. Ein Glossar, Sulgen 2002
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12. Mai 2002 – 28. August 2002

Janet Cardiff. Forty Part Motet

Klanginstallation Die Kanadierin Janet Cardiff gehört zu den international viel beachteten Künstlerinnen. Ihre Installation an der Biennale 2001 in Venedig und Ausstellungen von New York bis Berlin rückten ihr Schaffen ins Zentrum der Kunstdiskussionen. Im Kunstmuseum des Kantons Thurgau zeigt die Künstlerin eine raumgreifende Klanginstallation mit dem Titel „Forty Part Motet“. Zur Eröffnung der Ausstellung wurde der „Ittingen Walk“ eingerichtet. Dieses aussergewöhnliche Audiokunstwerk gehört seither zur Sammlung des Kunstmuseums und kann während der Öffnungszeiten auch heute noch begangen werden. (Vgl. untenstehender Link.)
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28. April 2002 – 28. Juni 2002

Blick und Bild

Zwischen Abbild und Inszenierung Die Ausstellung "Blick und Bild" entwirft mit ausgewählten Werken von fünfzehn Künstlerinnen und Künstlern mit Beziehung zum Bodenseeraum eine Bestandesaufnahme der Fotografie um die Jahrhundertwende. Mit schlagenden Beispielen wird der Aufgabenbereich heutiger Fotografie im Spannungsfeld zwischen Abbildlichkeit und künstlicher Realität vorgeführt. Die Ausstellung im Kunstmuseum des Kantons Thurgau ist Teil einer umfassenden Darstellung der Fotografie am Bodensee zwischen 1920 und heute. Zwei weitere Teile der Ausstellung werden in der Städtischen Wessenberg-Galerie Konstanz und im Städtischen Kunstmuseum Singen gezeigt.
24. November 2001 – 12. Mai 2002

(Micha Treuthardt/Cornelia Gann) treuthardt.gann. Passform

Ausstellung der Adolf Dietrich-Förderpreisträger 2001 Micha Treuthardt und Cornelia Gann treten seit 1998 mit gemeinsamen Projekten auf und erhielten 2001 den Adolf Dietrich-Förderpreis der Thurgauischen Kunstgesellschaft zugesprochen. Treuthardt und Gann arbeiten mit fotografischen und installativen Inszenierungen und spüren gleichermassen humorvoll und spielerisch den Konstruktionen von Bildwirklichkeiten nach.
28. Oktober 2001 – 13. März 2002

Malerei? Malerei!

In der Ausstellung "Malerei? Malerei! wird die Frage nach der Aktualtiät der Malerei gestellt. Anhand von siebzehn künstlerischen Positionen aus einem geografischen Raum, der sich aufspannt zwischen Konstanz und Trogen sowie zwischen Winterthur und Dornbirn, werden die Grenzen der Malerei abgesteckt. Zur Ausstellung erscheint die Publikation "Malerei? Malerei! mit Texten von Dorothee Messmer, Martina Koch und Markus Landert.
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20. Mai 2001 – 11. November 2001

Ursula Fehr. abgehoben - erdenschwer

Ikariden und Grüne Weiber Die Ausstellung der rund zwanzig Bronzeplastiken von Ursula Fehr gibt einen repräsentativen Überblick über die Werkgruppen der "Ikariden" und der "Grünen Weiber". In unterschiedlichen Gewichtungen und Ausformungen verdichten sich in ihnen Momente des Übergangs von Natur und Kultur. Die Ausstellung ist auch ausserhalb der Museumsöffnungszeiten frei zugänglich und ergänzt das breite Angebot in der Kartause Ittingen um eine weitere Attraktion.
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08. April 2001 – 07. Oktober 2001

Hans Krüsi. Auch ein Nichts kann etwas werden...

Eine Werkübersicht Hans Krüsi (1920 -1995) schuf in rund 25 Jahren künstlerischer Tätigkeit ein unüberblickbares Gesamtwerk. Er bediente sich der unterschiedlichsten gestalterischen Strategien. Malen und Zeichnen gehörten ebenso zu seinen Techniken wie Fotografieren, Sprayen, Kopieren oder Scherenschnittschneiden. Und wer einen Blick auf seine Lebensweise wirft, kommt nicht umhin, auch Installation, Tonaufnahmen und Performance als Ausdrucksmittel dieses genialen Aussenseiters zu würdigen. Die Ausstellung "Hans Krüsi: Auch ein Nichts kann etwas werden" stellt den aussergewöhnlichen Künstler in seiner ganzen Vielfalt vor. Zur Ausstellung erscheint die Publikation "Hans Krüsi: Auch ein Nichts kann etwas werden" mit Texten von Dorothee Messmer, Paolo Bianchi und Markus Landert, 328 Seiten, 220 Farbabbildungen mit Fotografien und Werken aus dem Nachlass mit CD "Krüsis Konzert", bearbeitet von Ernst Thoma
04. Februar 2001 – 22. April 2001

Bricolages

„Bricolages" bespielt drei thurgauische Ausstellungsräume, die sich ganz oder teilweise der Gegenwartskunst widmen: der Kunstraum Kreuzlingen, das Kunstmuseum des Kantons Thurgau in Ittingen und der shed im Eisenwerk Frauenfeld. In einer Zeit, da die Technik allgegenwärtig ist, da das Überangebot an Waren das Recycling zu einer Notwendigkeit macht und da jeder in seiner Garage ein Kleinunternehmen aufbauen kann, erscheint es uns interessant, abzuklären, was der Begriff "Bricolage" (Basteleien) im zeitgenössischen künstlerischen Umfeld bedeutet.
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05. November 2000 – 25. Februar 2001

Max Bottini. Eingemachtes

Nahrungsmittel und ihre Zubereitung faszinieren Max Bottini schon seit längerem. In spektakulären Aktionen hat er nach alten Rezepten Tonhühner oder Stockfische gekocht und deren Verzehr zusammen mit seinem Publikum zelebriert. Im Projekt "Eingemachtes" wendet er sich einer grundlegenden Konservierungsmethode zu, die weite Verbreitung gefunden hat und dazu dient, unterschiedlichste Nahrungsmittel zu konservieren. Der Künstler nennt Tipps und Tricks. Mit seiner Aktion ist es Max Bottini gelungen, über 1100 Einmachgläsern mit verschiedensten Inhalten einzusammeln. Er hat mit diesem Material den Museumskeller in eine Art gigantische Geschmacksorgel verwandelt. Vom 5.November 2000 bis am 25.Februar 2001 wird nicht nur die visuelle Schönheit der eingelegten Nahrungsmittel vorgeführt, sondern es besteht auch die Möglichkeit, die geschmackliche Vielfalt des "Eingemachten" zu erproben. Das Museum wird vom Ort des Schauens zum Geschmacksraum. Gleichzeitig wurden die Rezepte dokumentiert und gesammelt: es entstand eine Museumssammlung der besonderen Art.
26. März 2000 – 24. September 2000

Mina und Josef John. Meine Freunde, die ungelernten Meister

bestaunt, belächelt, verkannt Über Jahrzehnte hinweg haben Mina und Josef John Bilder und Plastiken von Aussenseitern zusammengetragen. Die so entstandene Sammlung gibt Einblick in visionäre Welten von Menschen, die am Rande der Gesellschaft einen alternativen Lebensentwurf formulieren und leben. Höchst unterschiedliche Bildwelten von der Idylle bis zur religiösen Vision, vom Paradiesbild bis zur Weltuntergangsstimmung finden sich hier zu einer aussergewöhnlichen Kollektion von fantastischen Weltsichten zusammen. Das Kunstmuseum zeigt einen repräsentativen Ausschnitt aus dieser reichen Privatsammlung.
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26. November 1999 – 12. Juni 2000

Ute Klein. Übergänge

1999 erhielt die Künstlerin Ute Klein den von der Thurgauischen Kunstgesellschaft vergebenen Adolf Dietrich-Förderpreis. Der Preis wird jedes zweite Jahr an junge Kunstschaffende der Region vergeben. Er umfasst eine Preissumme, eine durch den Veranstalter finanzierte Publikation sowie eine Ausstellung in den Räumen des Kunstmuseums des Kantons Thurgau.
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14. November 1999 – 11. März 2001

Joseph Kosuth. Eine verstummte Bibliothek

Joseph Kosuth entwickelte für den grossen Ausstellungskeller in der Kartause Ittingen eine ortsbezogene Installation, die die räumliche Situation, die Geschichte des Ortes aber auch die aktuelle Nutzung als Kunstmuseum in spannungsvoller Art und Weise thematisiert. Er bezog sich in der eigens für Ittingen entwickelten Arbeit auf den Verlust an Ordnung und Wissen, die mit der Auflösung des Klosters und dem Abtransport der Bibliothek im 19. Jahrhundert einhergingen. Die Arbeit bestand im wesentlichen aus der Übertragung des Inhaltsverzeichnisses des Bibliothekskatalogs aus dem Jahre 1717 auf den Boden des ehemalige Weinkellers. Im Jahre 2006 wurde die Arbeit für das Kunstmuseum Thurgau angekauft.
19. November 1998 – 20. April 1999

Simone Kappeler. An der Grenze des Sichtbaren

In der Ausstellung "Simone Kappeler: An der Grenze des Sichtbaren" im Kunstmuseum des Kantons Thurgau wird ein Überblick über das Schaffen der Künstlerin gegeben. Auf den ersten Blick scheint das Schaffen der Fotografin Simone Kappeler aus mehreren, kaum zusammenhängenden Bereichen zu bestehen. Ein wichtiger Bestandteil ihrer fotografischen Arbeit sind die Aufnahmen mit der Billigkamera "Diana". Parallel zu diesen oft tagebuchartigen Aufzeichnungen mit den "Dianas" arbeitet Simone Kappeler mit der professionellen Fachkamera. Hier entstehen Bildserien, in denen kein Detail dem Zufall überlassen wird. In der Ausstellung werden alle Arbeitsbereiche werden mit wichtigen Fotografien dokumentiert und in Beziehung zueinander gesetzt.
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08. Oktober 1998 – 20. April 1999

Jochen Gerz. Miami Islet

Museen versprechen einen Ausnahmezustand. Wenn überall sonst, auf der Strasse, am Strand, sogar im Abfall Glasscherben etwa verboten sind, kann es vorkommen, dass sie im Museum erlaubt sind. Jedenfalls im Kunstmuseums des Kantons Thurgau ist es so.
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20. Juni 1998 – 25. Oktober 1998

Barnabàs Bosshart. Nord - Nordost

1997 hat Barnabàs Bosshart vom Kanton Thurgau den Werkauftrag erhalten, im Laufe eines Jahres eine fotografische Bestandesaufnahme des Kantons zu erstellen. Über Monate hinweg richtete der international bekannte Fotograf seine Kamera auf das Stück Schweiz, das sich aufspannt zwischen Horn und Paradies, zwischen Mannenbach und Wuppenau. In dieser Zeit sind Tausende von Fotografien entstanden, die ein irritierendes Bild einer Region zeichnen, die bis anhin nach Ansicht ihrer Bewohner und Nachbarn wenig Auffälliges oder Abbildungswürdiges zu bieten hatte.
01. März 1998 – 28. Juni 1998

Jürg Schoop. Collagen

Das Kunstmuseum des Kantons Thurgau zeigt in der Ausstellung "Jürg Schoop: Collagen" eine Auswahl von rund fünfzig Werken, die zwischen 1955 und den neunziger Jahren entstanden sind. Die Ausstellung schöpft praktisch ausschliesslich aus den Beständen einer Schenkung, die der Künstler dem Museum 1997 übereignet hat. Neben den Collagen werden Film- und Videoarbeiten von Jürg Schoop gezeigt und Teile seines schriftstellerischen Arbeitens dokumentiert.
28. November 1997 – 31. Dezember 1998

(Georg Rutishauser / Matthias Kuhn) Rutishauser/Kuhn. Inhalt und Form (ID 5 bis 28)

Ausgangspunkt des künstlerischen Schaffens von Georg Rutishauser (Zürich) und Matthias Kuhn (Trogen) ist die Sprache, die sie in ihren Performances und Installationen zerlegen und in eine neue, aussergewöhnliche Ordnung bringen. Rutishauser/Kuhn verwenden das Sprachmaterial nicht wie Journalisten, Werbetexter oder Schriftsteller als Transportmittel von Inhalten, sondern sie befragen es als bildende Künstler auf ihren visuellen und akustischen Gehalt.
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19. Oktober 1997 – 26. April 1998

(Annette Stöcker / Christian Selig) stöckerselig. Durchgangsgefäss

Seit über vier Jahren arbeiten Annette Stöcker (*1962) und Christian Selig (*1954) an plastischen Elementen aus weissgebranntem Ton, die sie "Durchgangsgefässe" nennen. Diese Elemente vereinen Formenwelten aus Technik, Biologie, und Anthropologie zu einem irritierenden Fundus von Formen, die sich einer schnellen Betrachtung entziehen. Diese Durchgangsgefässe sind das Grundmaterial für eine Installation im grossen Ausstellungskeller, in der unter Beizug von Leuchtkästen, Videobildern und eigens gebauten Präsentationsstrukturen ein offenes Wahrnehmungsfeld ausgelegt wird, in dem eine Auseinandersetzung mit dem Unbekannten, dem Fremden, aber auch eine Auseinandersetzung zwischen dem Persönlichen und dem Öffentlichen modellhaft erfahren werden kann.
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07. September 1997 – 22. Februar 1998

Germain Van der Steen. je peins, je peins sans arrêt

Die Ausdrucksstärke von van der Steens Bildwelten liegt in seiner visionären Einbildungskraft begründet, die seine imaginären und grotesk-beunruhigenden Tiere und Pflanzen zu Orten des Traumes und des Wunders werden lässt. Atemlos und eingeschlossen in einem versehrten Körper erschafft sich der Künstler in seinen Bildern ein eigenes magisches Paradies voller Fabelwesen und Wunderpflanzen.
08. Oktober 1995 – 28. April 1996

Marina Abramovic. Double Edge

Marina Abramovic ist eine wichtige Figur innerhalb der Body Art und bezeichnet sich selbst als eine Grossmutter der Performance-Kunst. Die Installation „Double Edge“, die sie im grossen Keller des Kunstmuseums Ittingen realisiert, steht ganz in dieser Tradition. Auch hier spielt existenzielle körperliche Erfahrung eine zentrale Rolle. Jedoch geht es hier nicht wie in frühen Arbeiten um den Körper der Künstlerin, sondern um ein Angebot an die Besucher.
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22. März 1995 – 09. Mai 1995

Liliane Csuka. Philippe Godderidge. Gärten - Gedanken - Gedankengrten

Liliane Csuka und Philippe Godderidge gestalteten im Frühjahr 1995 im Nordhof der Kartause Ittingen je eine rechteckige Fläche zwischen den Ausstellungshäuschen des Kunstmuseum Thurgau. Mit einem eigenen Konzept bepflanzten die Künsterlin und der Künstler die jeweilige Zone und legten damit die Grundlage für die Auseinandersetzung mit der Funktion der "Museumsgärten". Parallel zu den Neubepflanzungen im Museumsbereich wurden im benachbarten Wald der Kartause Ittingen ebenfalls Flächen von unterschiedlicher Grösse und Ausrichtung gestaltet. Alle Gestaltungen und Bepflanzungen wurden auf längerfristige Dauer hin angelegt, wobei die natürliche Veränderung die veränderten Flächen im Laufe der Zeit wieder in ihren Urzustand zurückführte.